Arrest in Wien
Letzte Generation-Gesicht Anja Windl tritt Haftstrafe an
- Ersatzhaft angetreten: Anja Windl, in der Öffentlichkeit auch bekannt als "Klima Shakira", wird wohl demnächst nicht mehr an Klimaprotesten teilnehmen.
- Foto: Letzte Generation AT
- hochgeladen von Kevin Chi
Nachdem bereits am Montag drei Aktivisten der Letzten Generation ihre Haft angetreten haben, macht es ihnen Anja Windl, die medial auch unter dem Spitznamen "Klima Shakira" bekannt ist, gleich. Sie und eine weitere Aktivistin werden voraussichtlich 42 Tage in einer Zelle verbringen.
WIEN. Anja Windl, in der Öffentlichkeit auch bekannt als "Klima Shakira", wird wohl demnächst nicht mehr an Klimaprotesten teilnehmen. Das österreichische Gesicht der Letzten Generation verbringt nämlich gemeinsam mit einer weiteren Aktivistin, Laila Fuisz, die nächsten Wochen in einer Zelle in Wien.
Nachdem bereits drei Männer der Letzten Generation ihre Ersatzhaft angetreten haben, folgten am Dienstag die beiden jungen Frauen nach, wie die Klimabewegung am Mittwoch bekannt gab. Diese werden voraussichtlich 42 Tage in einer Zelle verbringen.
Aktivistinnen geben sich kämpferisch
"Das, was mir Panik macht, ist nicht die Haftstrafe. Es ist die eskalierende Klimakatastrophe. Ganz Süddeutschland, Regionen in Ober- und Niederösterreich und Vorarlberg stehen unter Wasser - und wir, die das verhindern wollen, werden weggesperrt", sagt Anja Windl zu ihrem Haftantritt.
- Nachdem bereits am Montag drei Aktivisten der Letzten Generation ihre Haft angetreten haben, macht es ihnen Anja Windl, die medial auch unter dem Spitznamen "Klima Shakira" bekannt ist, gleich.
- Foto: Letzte Generation AT
- hochgeladen von Kevin Chi
Trotz Arrestzeit zeigen sich die Aktivistinnen weiterhin kämpferisch. "Was sind ein paar Wochen in einer Zelle gegen den Verlust von allem, was mir lieb ist", so Fuisz, wenige Stunden vor ihrem Haftantritt.
Auch Windl lässt durchblicken, nach Absitzen ihrer Ersatzfreiheitsstrafe weiter für die Forderungen der Letzten Generation zu kämpfen – und wendet sich direkt an den Bundeskanzler. "Wie vielsagend, dass Karl Nehammer zum Autogipfel gegen das Verbrenner-Aus einlädt - während dem nächsten Jahrhunderthochwasser in wenigen Jahren. Sind wir als Gesellschaft so fetzendeppert, dass wir angesichts der Tatsachen einfach bequem unserem Alltag nachgehen, weitermachen, als wäre nichts? Ich werde dabei nicht zusehen. Nicht widerstandslos. Auch wenn es mich meine Freiheit kostet - ich würde mich jedes Mal wieder dafür entscheiden", so die Klimaaktivistin.
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