Scharfe Kritik an Holzleitner
Wiens Bürgermeister Ludwig erteilt Uni-Sparkurs Absage
- Wiens Bürgermeister Michael Ludwig erteilt seiner Parteikollegin Eva-Maria Holzleitner (beide SPÖ) und ihrem Uni-Sparkurs eine Absage.
- Foto: Andreas Pölzl/MeinBezirk
- hochgeladen von Antonio Šećerović
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig erteilt seiner Parteikollegin Eva-Maria Holzleitner (beide SPÖ) und ihrem Uni-Sparkurs eine Absage. Kritik gibt es auch von der Ärztekammer Wien sowie der Universität für angewandte Kunst in der Hauptstadt.
WIEN/ÖSTERREICH. Die Debatte um mögliche Einsparungen bei heimischen Universitäten gewann am Donnerstag an Schärfe. Universitäten haben landesweite Protestaktionen angekündigt. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) sagte, dass über konkrete Kürzungen noch nicht entschieden wurde. MeinBezirk berichtete, siehe unten mehr.
Zu Wort meldete sich Holzleitners Parteikollege und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig: „Eine Verschlechterung der Studienbedingungen und eingeschränkte Bildungsmöglichkeiten sind entschieden abzulehnen. Wer heute bei Universitäten kürzt, spart bei den Ärztinnen und Ärzten, Lehrerinnen und Lehrern und Technikerinnen und Techniker von morgen“, schreibt er auf X.
Auch SPÖ-Wien-Klubvorsitzender Josef Taucher stellt sich auf die Seite Ludwigs: „Gerade in Zeiten großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen braucht es Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation – keine Kahlschläge. Unsere Universitäten sind keine Kostenstelle, sondern das Fundament für sozialen Aufstieg, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.“
Steinhart: Bei Kürzungen morgen keine Ärzte mehr
Zu Wort meldete sich auch Johannes Steinhart, Präsident der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien, in einer gemeinsamen Aussendung mit seinen Kollegen aus der Steiermark und Tirol: „Wer heute die Ausbildungsplätze kürzt, hat morgen keine Ärzte. Das ist keine Warnung – das ist Mathematik.“
Zutiefst besorgt zeigt sich die Universität für angewandte Kunst Wien. Die geplante Reduktion der Hochschulfinanzierung würde die heimischen Unis „nachhaltig schwächen“, was auch ein Sparen an kritischem Denken und an gesellschaftlicher Zukunftsfähigkeit bedeuten würde. Deshalb unterstütze man auch die von der Österreichischen Universitätskonferenz (Uniko) organisierte Demo am 27. Mai in Wien.
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