Projekte in Wien
Wie es mit den Süba-Baustellen nach der Pleite weitergeht

Eine Tochterfirma der Süba AG ist insolvent. MeinBezirk hat sich angesehen, inwiefern die Fertigstellung der Bauwerke unter der Insolvenz leidet. | Foto: Unsplash
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  • Eine Tochterfirma der Süba AG ist insolvent. MeinBezirk hat sich angesehen, inwiefern die Fertigstellung der Bauwerke unter der Insolvenz leidet.
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Eine Tochterfirma der Süba AG ist insolvent. Die Süba hat so einige Bauprojekte quer über das Wiener Stadtgebiet verteilt. MeinBezirk hat sich angesehen, inwiefern die Fertigstellung dieser Bauwerke unter der Insolvenz leidet.

von Lisa KammannLuise Schmid und Marlene Graupner

WIEN. Immer mehr Immobilienunternehmen haben finanzielle Schwierigkeiten. Auch eine Baufirma, die in Wien mehrere Projekte plant, ist betroffen. Eine Tochterfirma der Süba AG – die Süba Bau und Projekterrichtungs GmbH – ist insolvent. Derzeit wird mit einem Masseverwalter ein Sanierungsplan erarbeitet.

Betroffen sind 14 Mitarbeiter und 110 Gläubiger, die Forderungen in Höhe von rund 29,7 Millionen Euro angemeldet haben. Als Grund nennt der Gläubigerschutzverband KSV 1870 schwierige Marktbedingungen mit hohen Zinsen, Teuerungen und geändertem Investitionsverhalten in der Immobilienwirtschaft sowie "unerwarteten bzw. überraschenden Transaktionsabbrüchen".

Doch wie geht es jetzt auf jenen Baustellen weiter, wenn der Bauträger zugesperrt wird? MeinBezirk hat sich auf die Suche nach Antworten begeben.


Projekte in Wien betroffen

Ein Projekt befindet sich in der Brigittenau am Rande des Augartens in der Nordwestbahnstraße 53. Auf ihrer Website beschreibt die Süba das Vorhaben als ein modernes "Mixed-Use-Quartier". Geplant sind begrünte "Waldoasen", die eine Verbindung zwischen Wohnen, Arbeiten, Nahversorgung und Erholung schaffen sollen. Auf einer Fläche von 22.500 Quadratmetern sollen rund 200 Wohnungen entstehen, die Fertigstellung ist für 2027 vorgesehen. Aktuell befindet sich auf dem Grundstück noch ein leerstehendes Gebäude.

In Floridsdorf ist ein Wohnbauprojekt in der Pilzgasse 33 betroffen. Dort soll das Plus Energie Quartier 21 entstehen. Geplant ist eigentlich, dass der Bau im dritten Quartal 2026 fertig wird. Ganze 230 Wohnungen soll es dort geben.

In der Donaustadt war die Firma ebenfalls bereits aktiv. In der Rosthorngasse 5 ist das Wohnhausprojekt Essling Living entstanden. | Foto: EsslingLiving
  • In der Donaustadt war die Firma ebenfalls bereits aktiv. In der Rosthorngasse 5 ist das Wohnhausprojekt Essling Living entstanden.
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In der Donaustadt war die Firma ebenfalls bereits aktiv. In der Rosthorngasse 5 ist das Wohnhausprojekt Essling Living entstanden. 82 Mietwohnungen sind dort mit verschiedensten Freiflächen, wie Balkon oder Garten, vorhanden. Die Immobilie ist bereits fertiggestellt, insofern gibt es hier Entwarnung. Ein anderes, neues Projekt dafür befindet sich am Rande von Hirschstetten, gleich neben dem Gewerbepark Stadlau, in der Marietta-Blau-Gasse. Der Bau soll auch zur Umgebung passen, denn er soll gewerblich genutzt werden. Die Größe ist beachtlich – auf 64.000 Quadratmetern soll gebaut werden. Die Gebäudehöhe liegt bei 35 Metern.

Auch für den 23. Bezirk hat die Süba Pläne. Neue Projekte sollen in der Gregorygasse 8 und in der Triesterstraße 223-227 entstehen. Mehr dazu liest du hier:

Bauprojekte in Liesing nach Konkurs in der Schwebe

Bau wird fortgesetzt

Die Süba betont gegenüber MeinBezirk, dass alle Projekte weiter verfolgt werden. Das sei durch die Besitzverhältnisse der jeweiligen Bauplätze möglich. Denn habe zwar die Süba Bau und Projekterrichtungs GmbH die Bauarbeiten durchgeführt, die Baugrundstücke selbst gehören jedoch nicht zum Eigentum der insolventen Tochter, sondern zu anderen Teilen der Süba-Muttergesellschaft. "Die Planung der Süba-Projekte wird somit weiter fortgesetzt", heißt es aus dem Mutterkonzern.

Auf dem Grundstück in der Nordwestbahnstraße 53 steht derzeit noch ein leerstehendes Gebäude. | Foto: Marlene Graupner/MeinBezirk
  • Auf dem Grundstück in der Nordwestbahnstraße 53 steht derzeit noch ein leerstehendes Gebäude.
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Gerhard Cech, Abteilungsleiter der Baupolizei Wien, gibt zusätzlich Entwarnung: Baubewilligungen gelten vier Jahre ab Baubeginn und können in berücksichtigungswürdigen Fällen verlängert werden. "Ein Konkurs wird dabei regelmäßig einen Grund für die Verlängerung darstellen", erklärt Cech gegenüber MeinBezirk.

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Eine Tochterfirma der Süba AG ist insolvent. MeinBezirk hat sich angesehen, inwiefern die Fertigstellung der Bauwerke unter der Insolvenz leidet. | Foto: Unsplash
In der Donaustadt war die Firma ebenfalls bereits aktiv. In der Rosthorngasse 5 ist das Wohnhausprojekt Essling Living entstanden. | Foto: EsslingLiving
Auf dem Grundstück in der Nordwestbahnstraße 53 steht derzeit noch ein leerstehendes Gebäude. | Foto: Marlene Graupner/MeinBezirk
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