21.06.2016, 10:31 Uhr

Frohnleiten geht auf Schiene

Setzen erste Ziegelsteine: Bgm. Johannes Wagner, BM Jörg Leichtfried, ÖBB-Vorstandsdir. Franz Bauer und Verkehrslandesrat Anton Lang. (Foto: ÖBB)

Lange ist darüber gesprochen worden – nun erfolgte der offizielle Baubeginn des Bahnhofs.

Was lange währt, wird – hoffentlich – endlich gut: Knapp zehn Jahre nach der von den ÖBB geplanten Fertigstellung des Bahnhofs Frohnleiten wurde nun symbolisch der erste Baustein gelegt. 80 Millionen Euro werden bis 2019 in elektronisches Stellwerk, Gleisanlagen und barrierefrei zugängliche Bahnsteige investiert.

Wirtschaftsstandort

Mit dem Ausbau der Eisenbahn, der Hauptträgerin des öffentlichen Verkehrs, will man, so Bundesminister Jörg Leichtfried, ein Zeichen gegen die Abwanderung setzen. Nicht nur für Touristen ist Frohnleiten zu einem Dreh- und Angelpunkt zwischen Graz und Bruck an der Mur geworden. Das Wirtschaftswachstum hängt vor allem mit den Berufspendlern und der Möglichkeit der Mobilität zusammen. Für die Stadt "bedeutet diese – sehnlich erwartete – Investition eine enorme Aufwertung als Wirtschaftsstandort und eröffnet uns in der Nachbarschaft der Landeshauptstadt neue Chancen, die wir konsequent nützen wollen“, sagt Bürgermeister Johannes Wagner.

Barrierefreiheit

Gut 2.000 Fahrgäste pro Tag steigen hier ein oder aus. Umso dringlicher sind die Umbauarbeiten, denn der Bahnhof ist bislang nicht barrierefrei und der Zugang zu den Gleisen für körperlich beeinträchtigte Menschen, Reisende mit Gepäck oder Eltern mit Kinderwagen nur über die Stiege erreichbar. Auch Patienten, die zum Klinikum für Orthopädie und orthopädische Rehabilitation wollen, müssen noch immer auf den Luxus von Lift und Rampe verzichten. Ein zusätzlicher dritter Bahnsteig sowie zwei neue Lifte sollen den Zugang erleichtern.
Bis zur Fertigstellung werden 33 Weichen und über zehn Kilometer Gleisanlagen verlegt. Nur ein Teil der insgesamt rund 2,4 Milliarden Euro, die bis zum Jahr 2021 in die Schieneninfrastruktur fließen, sind für Frohnleiten gedacht. In den Jahren darauf werden die Bahnhöfe Peggau-Deutschfeistritz, Mixnitz-Bärenschützklamm sowie Gratwein-Gratkorn modernisiert.
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