24.08.2016, 14:21 Uhr

Filmstadt Graz: Perfekt in Szene gesetzt

(Foto: Mitch Nielsen (unsplash.com))

Die WOCHE begab sich auf Spurensuche, für welche Kino- und Fernsehfilme Graz schon als Schauplatz gedient hat.

Kamera läuft, Ton läuft: Film ab! Graz beheimatet nicht nur die „Diagonale“, das Festival des österreichischen Films, sondern ist auch Drehort für viele Kino- und Fernsehfilme. Zur Zeit drehen zum Beispiel Josef Hader und Pia Hierzegger „Die Notlüge“ unter der Regie von Marie Kreutzer. Auch „Soko Donau“ wird heuer noch in Graz gefilmt, womit sich bestätigt, dass Graz für Filmemacher eine beliebte Kulisse ist.

Kinohits made in Graz

Der Schloßberg, Wohngebiete in verschiedenen Bezirken wie Puntigam oder Gries, sowie der Zentralfriedhof oder die Murinsel waren schon Schauplatz für österreichische Kinofilme. Die bekanntesten sind sicherlich „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“, der 230.000 Zuschauer ins Kino lockte, und die Verfilmung von Wolf Haas’ Brenner-Krimireihe „Das ewige Leben“. „Die Menschen in Graz freuen sich, wenn wir drehen. Als wir in der Sporgasse um zwei Uhr nachts gefilmt haben, haben sie uns zugesehen und zugejubelt. Das ist nicht überall so“, erinnert sich Josef Hader an seine Dreherfahrungen in Graz.

Wirtschaft und Tourimus

Der Stadt Graz und dem Land Steiermark ist Filmförderung ein Anliegen. Die steirische Filmförderungsgesellschaft „Cinestyria“ hat in den vergangenen elf Jahren steiermarkweit 240 Projekte realisiert und dabei ein Wirtschaftsaufkommen von über 162 Millionen Euro ausgelöst. Auch die Stadt Graz hat eine Filmkommission gegründet, um Anlaufstelle zu sein und Service, wie beispielsweise bei Drehgenehmigungen, bieten zu können. Bürgermeister Siegfried Nagl sieht Graz als idealen Boden für die Filmindustrie, da ihm viele Touristen bestätigen, „dass sie kaum eine Stadt mit so vielen Facetten kennen.“ Kulturlandesrat Christian Buchmann hebt die hohen Investitionen der Filmcrews in der Steiermark hervor und meint: „Unser Bundesland wird im In- und Ausland perfekt ins Bild gesetzt. Der Film ist damit für die Steiermark ein Impuls für Wirtschaft und Tourismus.“ Durch das Vorkommen in einem Kino- oder Fernsehfilm wird Graz einem breiteren Publikum bekannt, was zu einem großen Werbeeffekt für die Stadt führt, der sich auch positiv auf den Tourismus auswirkt. Darüber hinaus gibt es für das Grazer Publikum den Wiedererkennungsmoment während des Films und das Gefühl, dass das heimelige Graz ein wenig wie Hollywood ist.














NACHGEFRAGT...

... bei Jakob Pochlatko von epo-film Filmproduktion


Wie ist Graz als Filmdrehort?
Dreharbeiten in Graz sind sehr angenehm. Filmemacher sind willkommen und Anrainer haben Verständnis, wenn etwas abgesperrt werden muss oder wenn ihre Parkmöglichkeiten eingeschränkt werden.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Behörden?
Es gibt mit Cinestyria und der Filmcommission Graz ein gut funktionierendes Service-System. Wir werden nicht nur bezüglich Genehmigungen beraten, sondern bekommen auch Unterstützung bei Motivsuche und Infrastruktur – das ist viel wert.

Hier die Trailer von zwei Kinofilmen, die in Graz gedreht wurden:



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