07.07.2016, 18:36 Uhr

Coworking-Plätze und Home-Office: Die neue Welt des Arbeitens

"Unternehmen sollten weg von der Kontroll- und hin zur Vertrauenskultur", sagt Barbara Kellner von Deloitte Österreich.

Barbara Kellner von Deloitte Österreich sprach in Wiens erstem Coworking-Café Cocoquadrat über den Arbeitsplatz der Zukunft.

ÖSTERREICH. Smartphones und Laptops ermöglichen es uns immer mehr, unabhängig von einem fixen Platz im Büro aus zu arbeiten. "Die technischen Entwicklungen unterstützen den Trend zu Home-Office und Coworking-Plätzen", sagt Barbara Kellner von Deloitte Österreich.

Darüber hinaus sei die hohe Bedeutung des Dienstleistungssektors in Österreich förderlich für neue Arbeitsplatzmodelle – fast 75 Prozent aller Arbeitsplätze sind in diesem Bereich angesiedelt. Flexible Arbeitsplatzmodelle seien hier einfach umzusetzen. "Weil es aber wenige Regeln für Home Office gibt, besitzt es einen schlechten Ruf", sagt Kellner.

Vorteile flexibler Arbeitsplatzmodelle

Dabei haben sowohl der Arbeitnehmer als auch das Unternehmen Vorteile, wenn der Arbeitnehmer von zu Hause aus arbeitet: Arbeit und Privatleben sind einfacher zu vereinbaren und Wegzeiten werden eingespart. Unternehmen können darüber hinaus auch qualifizierte Bewerber einstellen, die aufgrund der Entfernung nicht jeden Tag pendeln können.

Vertrauen statt Kontrolle

Eine Alternative zum Home-Office bieten Coworking-Plätze, die Freelancern, Start-Ups aber auch Angestellten kleiner und mittlerer Betriebe gegen Entgelt Infrastruktur für die Arbeit bieten. Damit sich mobiles Arbeiten in Österreich durchsetzen kann, müsse sich die Gesellschaft allerdings von einer Kontrollkultur hin zu einer Vertrauenskultur entwickeln.

Dies sei laut Kellner auch eine Chance für mehr Ergebnisorientierung in den heimischen Unternehmen: "Das Endprodukt der Arbeit steht dann im Mittelpunkt und nicht, wie viele Stunden der Arbeitnehmer im Büro verbracht hat."
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