26.08.2016, 14:45 Uhr

„Ein gewaltiger Schwung an Bauern“ unterschrieb gegen TTIP

Unterschriftenübergabe: Leo Madl, Landesrat Johann Seitinger, Andreas Steinegger, Peter Kettner (v.l.). (Foto: Höbenreich)
6.667 Unterschriften gegen das Freihandelsabkommen TTIP wurden von den Bauernbundobmännern Leoben, Liezen und Murtal an Agrarlandesrat Hans Seitinger übergeben.

TRABOCH. Um zu verdeutlichen, wie groß die Sorge der heimischen Landwirte gegenüber dem Freihandelsabkommen TTIP ist, starteten die Bauernbundobmänner von Leoben und Liezen, Andreas Steinegger und Peter Kettner sowie Leo Madl, Murtals Hauptbezirksobmann, im Juni eine Unterschriftenaktion dagegen. 6.667 Unterschriften, großteils von Bäuerinnen und Bauern der drei Bezirke, sind zusammengekommen und wurden am Hof von Maria und Bernhard Haberl in Madstein an Agrarlandesrat Hans Seitinger übergeben.
„Mit diesen Unterschriften wird den Gedanken, Ängsten und Sorgen Ausdruck verliehen, die aus bäuerlicher Sicht gegenüber TTIP herrschen. Mit der Übergabe an Bauernbundlandesobmann Hans Seitinger stellen wir die Bitte, vehement und nachhaltig darüber zu berichten und sich gegen das Freihandelsabkommen für die Landwirtschaft einzusetzen“, so Andreas Steinegger, Leobens Bauernbund- und Bezirkskammerobmann.

Kein "Bauernopfer"

Seitinger bedankte sich bei den drei Kammerobmännern für den „gewaltigen Schwung an Bauern, die mich unterstützen“. Er stellte klar, dass er zu hundert Prozent gegen das Freihandelsabkommen im Bereich der Landwirtschaft sei. „Ich opfere nicht meine steirischen Bauern den amerikanischen Agrarindustrien und Lebensmittelkonzernen auf dem Präsentierteller“, betonte der Landesrat. Er hob hervor, dass dieses Abkommen nachgewiesenermaßen massive negative Auswirkungen auf unsere Landwirtschaft hätte. „Deshalb kann ich hier nur ein ganz klares Nein sagen“, sagte Seitinger.


Schutz der Konsumenten

Durch TTIP bedroht sehe er vor allem steirische Marken von Lebensmitteln, eine Importbeschränkung sowie die hohen Produktionsstandards, von denen in Amerika keine Rede sein könne. Hier gehe es nicht nur um den Fortbestand und die Zukunft unserer Landwirte, sondern auch um den Schutz der Konsumenten.
^Astrid Höbenreich
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