12.04.2016, 10:52 Uhr

Die Zukunft des Stahls liegt in Leobener Händen

Den Startschuss für das Kompetenzzentrum in Leoben und Linz gaben Irmela Kofler (K1-MET), Peter Karner (voestalpine), Walter Hammerer (RHI), Landesrat Christian Buchmann, Wilfried Eichlseder (Rektor Montanuniversität Leoben), Johannes Schenk (Lehrstuhlleiter Metallurgie Montanuniversität),  Andreas Flick (Primetals Technologies). (Foto: steiermark.at/Leiss)
LEOBEN. Stahl ist der dominierende metallische Werkstoff der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts – die Weiterentwicklung metallurgischer Prozesse ist die Hauptaufgabe des neuen Kompetenzzentrums K1-MET, mit Standort in Leoben und Linz. Hier werden neue Technologien in der Metallverarbeitung entwickelt, Produktionsprozesse optimiert und der Energieverbrauch und Emissionen minimiert.

Zentrum für Metallurgie in Leoben

"Die Metallurgie ist mit Leoben als Zentrum ein Stärkefeld der steirischen Wirtschaft mit weltweit führenden Unternehmen wie der voestalpine und herausragenden Forschungseinrichtungen wie der Montanuniversität Leoben", sagt Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann. Die Laufzeit des Forschungsprogrammes beträgt acht Jahre (2015 bis 2023). In der ersten Förderperiode (vier Jahre) stehen rund 22 Millionen Euro an Forschungsbudget zur Verfügung – finanziert vom Bund, den Ländern Steiermark, Oberösterreich und Tirol sowie den beteiligten Universitäten und Industriepartnern. Danach werden die Ergebnisse der 34 Mitarbeiter in Leoben, Linz sowie an der TU Graz, FH Wels und TU Wien evaluiert.

Die Eigentümer der K1-MET GmbH sind die voestalpine und die Montanuniversität (jeweils 35 Prozent), die Primetals Technologies Austria GmbH in Linz mit 20 Prozent und die Johannes Kepler Universität Linz mit 10 Prozent. Durch die Kooperation mit industriellen Partnern wie der voestalpine und Primetals ist sichergestellt, dass die Forschungsergebnisse auch in die industrielle Anwendung und damit in die österreichische Wirtschaft fließen. "Die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kompetenzzentrum wird dazu beitragen, die weltweite Spitzenposition Österreichs in der Metallverarbeitung zu festigen", sagt Christian Buchmann.

Forschung im Kompetenzzentrum

Mit der Erforschung der Nachhaltigkeit und Rohstoffeffizienz in der Metallurgie sollen im Kompetenzzentrum Leoben die Prozesseffizienz, die Verringerung des Rohstoffeinsatzes sowie die Erhöhung der Ausbringung des Produktes optimiert werden. Um damit eine nachhaltige Reduktion des Energieverbrauches, der Emissionen und eine Erhöhung des Stoffrecyclings zu erreichen. Denn 7% der weltweiten CO2-Emissionen ist der Stahlindustrie zuzuschreiben.
Ziel des K1-MET ist es, die bestehenden Verfahren, die bereits an ihren thermodynamischen Grenzen sind, grundsätzlich zu verändern. So sollen Nebenprodukte und Abfälle in Zukunft als Quelle wertvoller Rohstoffe angesehen werden, die durch spezielle Verfahren rückgewonnen werden und "natürliche" Rohstoffe ersetzen können.
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