24.05.2016, 14:00 Uhr

Der Nahversorger wurde zur Heimat

Markus Kopcsandi (Foto: KK)
Neulich habe ich beim Hausarzt meinen Nahversorger getroffen. Er hat mich ein Leben lang begleitet. Damals, als ich noch ein kleiner Junge war, ging das Eis aufs Haus, die Krakauer zum Verkosten sowieso. Jahre später freute ich mich als Zivildiener auf das Doppeldeckerwurstbrot in der Mittagspause. An meinen Geburtstagen gehörte die Jausenplatte von nebenan stets dazu. Mittlerweile sind wieder viele Jahre vergangen. Nun werden die Besuche des Nahversorgers im eigenen Haus häufiger. Die "schweren Sachen", wie Mutter sie nennt, werden geliefert. Selbstverständlich, weil man sich ja kennt. Und ohne Hektik, denn ein Plausch gehört dazu. Der Nahversorger ist ein Stück Heimat geworden. Ein Ort, der verwurzelt. Hier ist man zu Hause, auch wenn man lange weg war. Und weil die Krakauer auch nach wie vor schmeckt.
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