22.09.2016, 10:50 Uhr

Bauern setzen auf Plakate

Die Landtagsabgeordneten Anton Gangl und Franz Fartek, Michael Fend, Günther Rauch und Johann Kaufmann (v.l.).

Die Bauern des Bezirks kämpfen um mehr Anerkennung. Es geht ums "Überleben".

Wenn sich der Konsument nicht für heimische Produkte entscheide, dann sei die regionale Landwirtschaft nicht mehr zu retten. Anton Gangl, Landtagsabgeordneter, beschreibt ein Worst-Case-Szenario, das der heimischen Bauernschaft zu denken gibt. Mit Hilfe einer groß angelegten Plakatkampagne von Bauernbund und Landwirtschaftskammer Steiermark buhlt der Bezirk künftig um die Gunst der Konsumenten.
Mehr Wertschätzung für Arbeit und Produkte der Bauern lautet das Ziel, man wolle Emotionen wecken, aber ebenso wolle man die Verantwortung der Landwirte deutlich machen, meint LAbg. Franz Fartek.
Zu diesem Zwecke kommen Slogans zum Einsatz, die auf mehreren Ebenen funktionieren. "Billige Lebensmittel können wir uns nicht mehr leisten", steht da unter anderem geschrieben – eine Anspielung auf die problematische Marktsituation, der Bauern ausgesetzt sind. Die erzielten Preise für landwirtschaftliche Produkte seien leider nicht immer zufriedenstellend, erklärt Günther Rauch, Obmann der Landwirtschaftskammer. Ein Problem sei vor allem die "Preisschlacht der großen Player". Beim Bauern direkt zu kaufen, habe Vorteile für beide Seiten, ergänzt Gangl, denn die Produkte seien ab Hof günstiger als im Handel.
Dass Plakate nicht die alleinige Lösung sind, wissen die Beteiligten. Vor allem der Handel müsse die Produkte in sein Sortiment aufnehmen, wobei hier eine positive Tendenz erkennbar sei. Verhandlungen fänden diesbezüglich laufend statt, fügt Fartek hinzu. Jedoch hätten auch die Bauern die Verantwortung, ihre Produkte dem Handel anzubieten. Entsprechende Schulungen sind geplant.
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