Kein Bettelverbot in Amstetten

Christian Köstler (Caritas), Nina (ehemalige Bettlerin), Theresa Wailzer (Bettellobby), Klaus Farfeleder und Pfarrer Peter Bösendorfer
  • Christian Köstler (Caritas), Nina (ehemalige Bettlerin), Theresa Wailzer (Bettellobby), Klaus Farfeleder und Pfarrer Peter Bösendorfer
  • Foto: Caritas
  • hochgeladen von Thomas Leitsberger

STADT AMSTETTEN. "Eine kleine Spende, bitte" hieß es beim Informationsabend über Betteln in Österreich in der Pfarre Amstetten St. Stephan.

Auf Einladung der PfarrCaritas und des Katholischen Bildungswerkes berichtete Theresa Wailzer, Aktivistin der Wiener Bettellobby, über ihre Erfahrungen und Studien zum Thema Betteln in Österreich. Als ehemals Betroffene stand ihr Frau Nina aus Rumänien zur Seite, sie schaffte in den letzten Jahren den "Aufstieg" von der Bettlerin zur Straßenzeitungsverkäuferin.

Wailzer sehe keine Hinweise auf die vielfach immer zitierte „Bettelmafia“. Die Menschen, vorwiegend aus der Slowakei und Rumänien sehen oft keine andere Möglichkeit ihre Familien zu ernähren. Hohe Arbeitslosigkeit und fehlende Sozialleistungen in ihrer Heimat sind der Grund sich als Bettler nach Österreich auf den Weg zu machen, erklärt sie.

Meistens machen sich Familienverbände oder Leute aus Dorfgemeinschaften gemeinsam auf die Reise. "Ich habe es für meine Familie und meine Kinder gemacht, aber es ist nicht angenehm", berichtete Nina von ihren Erlebnissen als Bettlerin in Wien.

"Jeder möge für sich überlegen, ob und wie er bettelnde Menschen unterstützt", wichtig sei jedenfalls ein wertschätzender Umgang betont Wailzer.

Bürgermeisterin: Kein Bettelverbot in Amstetten

Nur wenige Minuten vor Beginn der Veranstaltung in St. Stephan, erklärte Bürgermeisterin Ursula Puchebner während der Sitzung des Gemeinderats, dass es in Amstetten zu keinem Bettelverbot kommen könne.

Die neuen gesetzlichen Bestimmungen zum Erlass einen Bettelverbotes seien "zahnlos", sagt die Bürgermeisterin. Man hätte alle Bereiche "beleuchtet", aufgrund der "restriktiven Rahmenbedingungen" der gesetzlichen Vorgaben sei ein derartiges Verbot in der Stadt Amstetten nicht umsetzbar - ausgenommen davon wäre lediglich und eventuell bei der Engstelle der Kirchenstraße.

Autor:

Thomas Leitsberger aus Amstetten

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

8 folgen diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!


Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.