Kritik am Amstettner Ortsteil: ÖVP will Mauer wieder "lebenswert" machen

Manuel Scherscher, Claudia Marksteiner und Andreas Gruber von der ÖVP.
  • Manuel Scherscher, Claudia Marksteiner und Andreas Gruber von der ÖVP.
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AMSTETTEN/MAUER. "Um Mauer wieder zu einem lebenswerten Ortsteil zu gestalten", wollen nun der designierte ÖVP-Ortsparteiobmann Manuel Scherscher und Gemeinderätin Claudia Marksteiner mit Partnern der Nachbargemeinde Öhling und der Bevölkerung Lösungsansätze suchen.

Angebot und Projekte fehlen

Sorgen bereitet den ÖVP-Mandataren dabei die fehlende Infrastruktur. "Leider ist die Zukunft der Neuen Mittelschule Mauer völlig offen und selbst für Familien- und Vereinsfeiern gibt es kein Angebot durch die Schließung aller Wirtshäuser direkt in Mauer. Auch wurden gemessen an den Investitionen im Gemeindegebiet der letzten Jahre kaum Vorzeigeprojekte im Ortsteil geschaffen", so Claudia Marksteiner.

Öhling: Das bessere Mauer

"Es ist an der Zeit, hier in die Zukunft des Ortsteils zu investieren. Vergleicht man Öhling mit Mauer zeigen sich eklatante Unterschiede. Eigentlich nur durch einen Bach getrennt, sieht man in Öhling neue Sporteinrichtungen, Vereinsstätten und eine zuziehende Bevölkerung, die leider nicht selten aus Amstetten abwandert", so Scherscher.

Ortsvorsteher widerspricht

Dem Ganzen widerspricht Ortsvorsteher Anton Ebner (SPÖ) vehement: "In den letzten vier Jahren wurden 36 Reihenhauswohnungen und 33 neue Wohnungen am alten Sportplatz an die Mieter übergeben", so Ebner. "Das bedeutet einen Zuzug von 262 Bürgern. Weitere 33 Wohnungen sind vor der Fertigstellung und fast zur Gänze vergeben", erklärt der Ortsvorsteher.

Projekte für den Ortsteil

Zudem gebe es "gemeindeübergreifende Projekte" wie den Breitbandausbau oder den Bau des Musikheimes in Öhling. "Im vergangenen Jahr investierten wir 734.000 Euro in den Straßenbau", so Ebner weiter. Der Hochwasserschutz in Winkling und der Urltal-Radweg seien zudem fertig. "Seit Jahresbeginn ist der Ortsteil auch an das City-Anrufsammeltaxi angebunden", zählt Ebner weiter auf.

Dorferneuerung starten

Für die ÖVP offenbar zu wenig. "Selbst bei der Stadt- und Dorferneuerung kam Mauer zu kurz und so fehlten auch hier die positiven Anreize einer Bürgerbeteiligung, die eine Kehrtwende einleiten könnte", erklärt Marksteiner. Für 2018 wird der Start der Dorferneuerung gefordert.
"Gerade im Rahmen der Bewerbung zur Landesausstellung 2023 muss dem Ortsteil höchste Priorität eingeräumt werden", erklärt Scherscher.

Vorschläge für Kehrtwende

"Wenn nun die ÖVP fehlende Infrastruktur ortet und eine Kehrtwende fordert, dann bitte ich um dementsprechende Vorschläge", sagt Ebner und ergänzt hinsichtlich der Dorferneuerung: "Mit der Bewerbung um die Landesausstellung geht ein überregionaler Visionsprozess 2030 einher", so Ebner, "angesichts dieses Prozesses, der 2018 starten wird, halte ich es für überflüssig, einen zusätzlichen Stadt- und Dorferneuerungsprozess zeitgleich zu starten."

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