11.12.2017, 10:43 Uhr

VCÖ-Analyse: Bahn-Pendler können tausende Euro sparen

Applaus gab es bei der Eröffnung des letzten Teilstücks der Westbahnstrecke – auch von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. (Foto: ÖBB/Wurst)

Wer mit dem Zug statt mit dem Auto nach Linz pendelt, erspart sich laut Verkehrsclub Österreich bis zu 6.343 Euro.

BEZIRK AMSTETTEN. Gravierende Kostenunterschiede zeigt eine aktuelle Studie des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) auf: Wer auf der Strecke Amstetten–St. Pölten mit der Bahn pendelt, erspart sich im Vergleich zum Auto mehrere tausend Euro pro Jahr.
Aber auch auf kürzeren Distanzen lässt sich einiges sparen. Bei der Strecke Waidhofen–Amstetten kostet das Pendeln mit der Bahn 775 Euro pro Jahr, mit dem Auto hingegen 3.190 Euro, informiert der VCÖ.

Mehr als nur Spritkosten

Bei den Autokosten wurden 220 Arbeitstage und 29 Cent pro Kilometer angenommen. "Nur die Spritkosten zu rechnen greift zu kurz. Viele Autopendler-Haushalte haben wegen dem Arbeitsweg ein Zweitauto. Deshalb sind auch die Fixkosten zu berücksichtigen", erklärt VCÖ-Experte Markus Gansterer. Wer ein kleines Auto hat, zahlt weniger, bei einem großen sind die Kilometerkosten höher. Das amtliche Kilometergeld beträgt 42 Cent.

Im Land der Pendler

Jeder vierte Alltagsweg, der von Niederösterreichern zurückgelegt wird, führt in die Arbeit oder von der Arbeit nach Hause, so der VCÖ. Der Arbeitsweg ist der häufigste Mobilitätszweck im Land, deutlich vor Einkaufen, Freizeitwege oder Hol- und Bringdienste. Wie viel der Weg zur Arbeit kostet, hängt wesentlich von der Verkehrsmittelwahl ab. Immerhin jeder Dritte in Niederösterreich wohnt weniger als fünf Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt, was bei guter Radinfrastruktur eine ideale Distanz für das (kostengünstige) Fahrrad ist.

Westbahnstrecke ist fertig

Eine weitere gute Nachricht gibt es für alle Bahnpendler: Der viergleisige Ausbau der Westbahnstrecke zwischen Wien und Linz ist beendet. Das letzte Teilstück, die "Güterzugumfahrung St. Pölten", wurde nun feierlich eröffnet.
„Das schafft die Voraussetzung für höhere Kapazitäten im Personen- und Güterverkehr sowie für ein besseres Angebot im Nahverkehr. Beides sind Grundlagen für höhere Qualität und kürzere Reisezeit“, so Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG.


VCÖ-Kostenanalyse (Kosten Jahreskarte im öffentlichen Verkehr, in Klammer inklusive Stadtverkehr / Kosten Pkw bei 29 Cent pro Kilometer und 220 Arbeitstagen):
Amstetten–Linz: 1.307 Euro (1.540 Euro) / 7.650 Euro
Amstetten–St. Pölten: 1.307 Euro / 8.160 Euro
Amstetten–Melk: 1.008 Euro / 5.990 Euro
Waidhofen–Amstetten: 775 Euro / 3.190 Euro
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