Größte Agri-PV-Anlage Oberösterreichs
Pischelsdorf realisiert landesweites Vorzeigeprojekt

Bürgermeister Gerhard Höflmaier, Landesrat Markus Achleitner, Energie AG-Chef Leonhard Schitter, EWS-Gesellschafter Gerhard Steindl. | Foto: MeinBezirk
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  • Bürgermeister Gerhard Höflmaier, Landesrat Markus Achleitner, Energie AG-Chef Leonhard Schitter, EWS-Gesellschafter Gerhard Steindl.
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Vergangenen Dienstag (22. Oktober) ist der Startschuss für eine Agri-Photovoltaik-Anlage in Pischelsdorf am Engelbach gefallen – Die künftig größte in ganz Oberösterreich.

PISCHELSDORF. Das Munderfinger Planungsbüro EWS realisiert zusammen mit der Energie AG das Großprojekt für grünen Strom. Die Photovoltaik-Panele werden auf einem landwirtschaftlich bewirtschafteten Grund aufgestellt, wodurch die Fläche doppelt genutzt werden kann – 80 Prozent der Fläche können weiterhin vorrangig landwirtschaftlich genutzt werden. Ein weiterer Vorteil, den eine Agri-PV-Anlage mit sich bringt, ist der Schutz vor Frost- und Dürreschäden auf dem darunterliegenden Ackerland. Nach 30 Jahren soll die Anlage wieder rückstandslos abgebaut werden können. 

„Sonnenenergie nimmt schon jetzt eine wesentliche Rolle für die nachhaltige und regionale Energieerzeugung ein. Mit der Errichtung der größten Agri-PV-Anlage Oberösterreichs in Pischelsdorf setzen wir gemeinsam mit der EWS unsere Ausbauoffensive bei Sonnenstrom fort und leisten so einen aktiven Beitrag für eine fossilfreie und nachhaltige Energiezukunft – ein weiterer Baustein zur Transformation der Energieversorgung im Hinblick auf den Wirtschaftsstandort Oberösterreich“, freute sich Energie AG-Chef
Leonhard Schitter bei der Spatenstichfeier am 22. Oktober.

Sonnenstrom verzehnfachen

Das „EWS Sonnenfeld Pischelsdorf" ist das erste Projekt dieser Art in Oberösterreich. Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner erklärte, dass man die Erzeugung von Sonnenstrom bis 2030 verzehnfachen wolle. "Bei unserem 200.000 Dächer-Programm sind wir bereits mit Höchsttempo unterwegs, dazu kommen noch PV-Freiflächenanlagen überall dort, wo es sinnvoll ist. Diese Agri-PV-Anlage ist ein Musterbeispiel dafür, weil die Erzeugung von nachhaltigem Sonnenstrom mit einer weiteren landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen verknüpft werden kann.“ Dass seine Gemeinde ein Landesweiter Vorreiter sein wird, freut auch den Bürgermeister von Pischelsdorf, Gerhard Höflmaier: "Erste Erfahrungen mit gleichartigen Projekten zeigen bereits, dass einige Feldfrüchte vom Mikroklima unter den PV-Modulen profitieren und die maschinelle Bewirtschaftung problemlos funktioniert. Für die Landwirtschaft bringt das viele Vorteile, wie etwa auch zusätzliche Erlöse bei wetterbedingten Ernteausfällen. Die Agri-PV-Anlage in unserer Gemeinde hat auch Vorbildwirkung für weitere Projekte in der Region."

Die Anlage könnte die Gemeinde Pischelsdorf zweimal mit Strom versorgen. | Foto: MeinBezirk
  • Die Anlage könnte die Gemeinde Pischelsdorf zweimal mit Strom versorgen.
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Mitzahlen und profitieren

Für die Agri-PV-Anlage soll eine Bürgerbeteiligung angeboten werden. EWS-Gesellschafter Gerhard Steindl erklärt: "Dafür ist ein Crowdinvesting-Projekt zur Teilfinanzierung in Ausarbeitung. Damit können die Bürger:innen von Pischelsdorf zur Umsetzung des Projektes beitragen und wirtschaftlich von lukrativer Verzinsung für ihr eingesetztes Kapital profitieren.“

Zahlen, Daten, Fakten

Die Anlage soll im Frühjahr 2025 fertiggestellt werden und Strom für mehr als 1.680 Haushalte liefern – mehr als das Doppelte an Haushalten, als es in Pischelsdorf gibt. Dadurch entsteht in den nächsten 25 Jahren eine CO2-Ersparnis von 114.260 Tonnen.

Bürgermeister Gerhard Höflmaier, Landesrat Markus Achleitner, Energie AG-Chef Leonhard Schitter, EWS-Gesellschafter Gerhard Steindl. | Foto: MeinBezirk
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