Heißes Pflaster
Braunau verzeichnet 2025 die meisten Hitzetage in Oberösterreich

Landesrat Stefan Kaineder in einem durch Dürre und Trockenheit trocken gefallenen oberösterreichischn Flussbett. | Foto: Land OÖ/Werner Dedl
  • Landesrat Stefan Kaineder in einem durch Dürre und Trockenheit trocken gefallenen oberösterreichischn Flussbett.
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  • hochgeladen von Anja Kern

Extreme Hitze im Sommer, eisige Temperaturen im Winter: Das Wetterjahr 2025 zeigte im Bezirk Braunau und im gesamten Innviertel deutlich, wie stark der Klimawandel die Region verändert. Rekordwerte, Trockenheit und ungewöhnliche Temperaturkontraste prägen die Bilanz.

BRAUNAU. Bei den aktuellen winterlichen Temperaturen wirkt es kaum vorstellbar, doch 2025 stellte der Bezirk Braunau einen neuen Hitzerekord auf: 22 Hitzetage – also Tage mit mindestens 30 Grad Celsius – machten die Region zum Spitzenreiter in ganz Oberösterreich. Zum Vergleich: Zwischen 1961 und 1990 zählten Meteorologen im Bezirk im Schnitt nur vier Hitzetage pro Jahr.

Die Entwicklung zeigt klar, wie stark sich das Klima verändert. Klimaexperte Alexander Ohms von Geosphere Austria ordnet die Zahlen ein:

„Der verregnete und kühle Juli mag zwar subjektiv unerfreulich für viele Menschen gewesen sein, ist aber kein Zeichen für eine Verlangsamung der generellen Erwärmung. Im Bergland war 2025 sogar das zweitwärmste Jahr der 258-jährigen Messgeschichte!“

Innviertel kämpft mit Trockenheit

Im gesamten Innviertel prägt ein außergewöhnliches Wetterjahr die Bilanz. Die Region erlebte 2025 massive Niederschlagsdefizite. Stellenweise fehlte mehr als ein Drittel der üblichen Jahresmenge. Die Trockenheit belastete Landwirtschaft und Wasserhaushalt, auch wenn der feucht-kühle Juli größere Schäden verhindert hat.

Temperaturmäßig zeigte sich das Jahr wechselhaft: Während tiefer gelegene Gebiete immer wieder kühlere Phasen erlebten, lagen die Werte in höheren Lagen deutlich über dem Durchschnitt. Am 2. Juli erreichte Schärding mit 35,4 Grad den Landeshöchstwert des Jahres.

Klima- und Umweltlandesrat Stefan Kaineder betont in Bezug auf die alarmierenden Zahlen:

"Diese Entwicklungen können nicht durch Einzelmaßnahmen oder Anpassung allein gemildert werden. Sie erfordern konsequente, koordinierte politische Maßnahmen auf allen Ebenen."

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