Aufregung unter den Braunauer Geschäftsleuten
„Wir spüren bereits deutliche Umsatzrückgänge"

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Die Kaufleute in der Salzburger Vorstadt in Braunau fühlen sich vor den Kopf gestoßen. Sie fürchten den Wegfall des Pommer-Parkplatzes und somit um ihre Kundenfrequenz.



BRAUNAU (ebba). Mit der Neugestaltung des Hitler-Hauses geht ein Großteil des dahinter befindlichen „Pommer-Parkplatzes“ beim Billa verloren. „Für uns Kaufleute in der Salzburger Vorstadt ist das eine Katastrophe“, sagt Andreas Bautenbacher, Inhaber eines Geschäftes in der Salzburger Vorstadt. „Wenn wir mit Kunden darüber sprechen, ist jeder entsetzt“, so Bautenbacher.

Auch Alois Zagler vom gleichnamigen Bioladen in der Vorstadt kritisiert das Vorgehen und dass es ihm zufolge vor Start der Bauarbeiten keine ausreichende Information darüber gab. Aktuell finden Probebohrungen statt. „Wenn diese abgeschlossen sind, steht der Parkplatz wieder zur Verfügung“, informierte Bürgermeister Johannes Waidbacher im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 22. Oktober.

Der Parkplatz soll zugunsten eines Anbaus samt Tiefgarage hinter dem Hitler-Haus und eines kleinen Parks weichen. „Sämtliche Geschäftsleute in der Salzburger Vorstadt, unsere Kunden und auch die Anwohner schimpfen sich darüber aus. Wir spüren bereits deutliche Umsatzrückgänge. Ist ja auch klar, wenn die Leute nicht mehr wissen, wo sie parken sollen“, so Zagler.

Ein paar Parkflächen bleiben

Laut Bürgermeister Waidbacher werde als nächster Schritt das Raumordnungsverfahren eingeleitet. Der Parkplatz sei Privateigentum und werde nach der Umgestaltung nicht mehr in diesem Ausmaß zur Verfügung stehen. Das Parkhaus sei nach seiner Eröffnung jedoch nicht wesentlich weiter weg von den Geschäften in der Salzburger Vorstadt. Die Tarifgestaltung im Parkhaus soll ähnlich gestaltet werden und so werde sich laut Bürgermeister „nicht viel ändern“. Man habe versucht, die Fläche vom Bund zu pachten, dies sei der Stadtgemeinde jedoch nicht gelungen. Ein paar Parkplätze würden aber nach der Umgestaltung für die Billa-Kunden übrig bleiben.

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass man da als Stadt nicht noch irgendwie intervenieren kann. Wir werden jedenfalls alles unternehmen, damit die Parkplätze erhalten bleiben. Wir schalten auch den Bürgeranwalt ein, wenn es sein muss“, erklärt Alois Zagler. In der Salzburger Vorstadt liegen bereits Unterschriftenlisten für den Erhalt des Parkplatzes auf. "Wir bitten um rege Teilnahme", so Zagler.

Zu den Hintergründen

Sobald das Hitler-Haus in der Salzburger Vorstadt fertig umgestaltet ist, werden die Braunauer Polizei und das Bezirkspolizeikommando dort einziehen. Eigentümer des „Hitler-Hauses“ ist das Innenministerium, das um eine Neutralisierung des Gebäudes bemüht ist.

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