Corona-Kontaktnachverfolgung
Mattighofner Softwareentwickler bringen anonymisierte Lösung auf den Markt

Die Verständigung erfolgt im Bedarfsfall via Push-Nachricht direkt aufs Handy. Der Gast muss keine personenbezogenen Daten hinterlassen.
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  • Die Verständigung erfolgt im Bedarfsfall via Push-Nachricht direkt aufs Handy. Der Gast muss keine personenbezogenen Daten hinterlassen.
  • Foto: SOFA 1 GmbH
  • hochgeladen von Barbara Ebner

In der heimischen Gastronomie werden – derzeit noch freiwillig - sogenannte „Coronalisten“ geführt. Die Gäste tragen sich mit Namen und Telefonnummer ein, um im Falle des Falles über eine mögliche Ansteckung informiert zu werden. Nicht gerade DSGVO-konform und eine ziemliche Zettelwirtschaft für die Gastronomen. Doch die SOFA 1 GmbH aus Mattighofen hat dafür nun eine anonymisierte Lösung parat. Die BezirksRundschau hat Geschäftsführer Alexander Fauland zum Interview getroffen.

BezirksRundschau: Herr Fauland, Ihr Unternehmen „SOFA 1“ hat in Kooperation mit dem Registrierkassenhersteller Linecker eine Innovation entwickelt, die Gastronomen in Zeiten von Corona den Alltag erleichtern soll. Was steckt dahinter?

Alexander Fauland: Speziell für die COVID-19-Situation haben wir die Gästeregistrierung, welche derzeit von der WKO in Papierform empfohlen wird, als hundert Prozent anonyme Smartphone-Lösung entwickelt.
 
Inwiefern profitiert der Gastronom von der digitalen Gästeregistrierung via der App „Lipp Gast“?
Der Gastronom muss sich nicht um den Papierkram kümmern. Bei der momentanen Lösung auf Papier muss er sich um die Registrierung, Aufbewahrung und Vernichtung der Daten kümmern. Auch besteht immer die Gefahr, dass nicht berechtigte Personen Einblick in die geführten Listen haben. Ganz im Sinne der hohen Hygienestandards kann auch die Speisekarte direkt in der Lipp Gast App angezeigt werden. Um Zeit zu sparen, kann der Gastronom bereits während der Anmeldung die Tische erfassen und die Tischkarten mit dem QR-Code für den Check-In drucken. Ganz wichtig ist auch, dass keine Bindung an das Kassensystem von Linecker besteht. Die Gästeregistrierung funktioniert auch ohne Kassenanbindung.
 
Welchen Nutzen hat der Gast?
Der Gast muss keine persönlichen Daten angeben. Die Verwendung der App erfolgt anonym und die Gästeregistrierung wird automatisch nach 30 Tagen gelöscht. Im Gegenteil zu Contact-Tracing-Apps bestimmt der Gast selber, wann er wo eine Registrierung durchführt.
 
Wie funktioniert der Check-In & Check-Out über die App? Und welche Zusatzfunktionen hat die App?
Restaurant-Besucher installieren sich die Lipp Gast App, die sie aus dem App Store (Android und iOS) herunterladen. Auf jedem Tisch wird ein QR-Code für den Check-In platziert. Diesen Code scannt der Gast mit der App. Darüber erkennt das System, welches Smartphone sich am jeweiligen Tisch befunden hat. Beim Verlassen des Restaurants führt der Gast den Check-Out über die „Auschecken“-Funktion durch. Falls ein Gast darauf vergisst, können das auch die Kellner bei der nächsten Tischvergabe nachholen. Die App bietet auch die Möglichkeit, die Speisekarte anzuzeigen. Für die Zukunft wird auch das Reservierungssystem und der Online-Shop direkt in die App integriert. Somit können Gastronomen ihren Gästen auch die Tischreservierung oder die Essensbestellung direkt über die App anbieten.
 
Wie wird man verständigt, sollte ein möglicher Ansteckungsfall vorliegen?
Wir generieren im Hintergrund bei uns am Server eine zufällige ID für die jeweilige Gästeregistrierung. Diese ID lässt sich mit dem System für Push-Nachrichten verbinden. Damit können wir Personen im Anschluss verständigen, ohne dass wir Namen oder Telefonnummer wissen. Der Gast muss hierfür natürlich Push-Nachrichten der App zulassen und die App muss installiert bleiben, sonst ist der Versand der Benachrichtigung nicht möglich. Das wäre ein Nachteil zur handschriftlichen Lösung, aber wenn jemand in einem Restaurant einen falschen Namen angibt, kann das auch keiner kontrollieren.
 
Wann geht das System an den Start und wie können sich interessierte Gastronomen dazu anmelden?
Das System ist bereits online und Gastronomen können sich unter https://gästeregistrierung.at für einen kostenlosen Testzeitraum von 30 Tagen anmelden. Nach Ablauf der Testphase kann der Gastronom das System über eine monatliche Gebühr von 9 Euro weiterhin verwenden – führt der Gastronom den Kauf nicht aktiv durch, wird die Anmeldung mit Ende des Testzeitraums automatisch beendet.
 
Gibt es bereits ähnliche Modelle oder ist Ihre Lösung in der Form bislang noch einzigartig?
Es gibt bereits Anbieter für die Gästeregistrierung. Laut unseren Recherchen funktionieren diese Lösungen jedoch alle mit personenbezogenen Daten.

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