Der Erfahrungsschatz gehört gut behütet

Ein gezieltes Ausstiegsmanagement-Konzept wurde am Montag im Brucker Rathaus präsentiert.
  • Ein gezieltes Ausstiegsmanagement-Konzept wurde am Montag im Brucker Rathaus präsentiert.
  • Foto: Stadt Bruck/Maili
  • hochgeladen von Angelika Kern

Mit der Pension der Mitarbeiter geht für Firmen oft wertvolles Wissen verloren. Ein Projekt soll nun helfen.

Wie machen wir das dann in der Pension? Mit dieser Frage muss sich wohl jeder Unternehmer beschäftigen, dessen Mitarbeiter sich in die wohlverdiente Pension verabschieden. Denn mit diesem Abschied geht oft auch ein riesengroßer Erfahrungsschatz verloren. Einen möglichen Lösungsansatz dafür präsentierten am vergangenen Montag die beiden Aktivlotsinnen Susanna Dellanoi und Anita Oswald im Rahmen einer Pressekonferenz: nämlich ein gezieltes Ausstiegsmangement. Der angehende Pensionist soll sich dabei in einem längerfristigen Prozess langsam verabschieden, dabei professionell begleitet werden und mit den jüngeren Mitarbeitern zusammenarbeiten. Die Vorteile: Er fällt damit in kein Pensionsloch, kann sich etwas dazuverdienen und hilft damit dem Unternehmen und den jüngeren, nachrückenden Kollegen. "Von einem gelungenen Ausstiegsmanagement können beide Seiten profitieren: Dem Unternehmer bleibt wertvolles Wissen erhalten, der Pensionist fühlt sich gebraucht und kann sich zudem auf die veränderte Einkommenssituation besser einstellen", erklärten Dellanoi und Oswald. Dazu kommt, dass auf diesem Weg auch neue Arbeitszeitmodelle für beide Seiten geschaffen werden können.

Work life balance

Der Wirtschaftskammer-Regionalstelle Bruck-Mürzzuschlag gefällt diese Ansatz sehr gut, hat sie doch soeben ihr Arbeitsprogramm bis 2025 beschlossen und sich darin unter anderem auch mit diesem Thema beschäftigt, wie Barbara Abel erklärt: "Wir erheben als erstes, was die Wünsche von beiden Seiten sind: Was braucht der künftige Pensionist, was braucht das Unternehmen? Und dann schauen wir, wie sich beides verbinden lässt. Wir wollen die vorhandenen Synergien bestmöglich nutzen und auf dieser Basis dann neue Arbeitszeitmodelle schaffen. Denn jüngere Mitarbeiter schauen immer öfter auf eine ausgeglichene work-life-balance, da kann man mit neuen Modellen unter Einbeziehung ältere, erfahrener Mitarbeiter für eine gewisse Anzahl an Stunden, sicherlich viel neues schaffen. "
Die Aktivlotsinnen haben für die nächsten Wochen einige Veranstaltungen im Raum Bruck-Kapfenberg erstellt, die zu diesem Thema passen und bei denen sich alle Interessierten informieren können. Eine Übersicht finden Sie auf der Homepage www.fab.at unter Angebote/Aktivlotsinnen.

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