Großeinsatz des Bundesheeres in St. Lorenzen

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Weil im Seniorenzentrum Tannenhof 90 Prozent der Heimbewohner positiv auf Covid-19 getestet wurden und auch das Personal zu 75 Prozent betroffen ist, rückte das Bundesheer zur Unterstützung an.

Was sich derzeit im Seniorenzentrum Tannenhof in St. Lorenzen abspielt, hat es in dieser Form noch nie gegeben: Weil 90 Prozent der Heimbewohner und 75 Prozent des Pflegepersonals mit Covid-19 infiziert sind bzw. sich als Kontaktpersonen in Quarantäne befinden, hat das Bundesheer das Heim übernommen, wie Gerhard Schweiger, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim Militärkommando Steiermark bestätigt: "Wir haben derzeit elf Leute im Einsatz, die die gesamte Desinfektion des Hauses übernehmen und weitere elf, die im Pflegebereich unterstützen. Das hats in dieser Form vorher noch nicht gegeben. Der Einsatz wird vorerst für 48 Stunden vorgesehen, wir bleiben aber so lange wir benötigt werden."
Laut Schilderungen von Peter Scherling vom Samariterbund, in diesem Fall Betreiberverein des Heims, hat sich der Cluster am vergangenen Wochenende herauskristallisiert: "Wir haben am 18. November mit Testungen begonnen, da war drei bis vier Personen positiv, dann hat das ganze auf die Mitarbeiter übergegriffen und binnen kürzester Zeit hatten wir mehrere Ausfälle, auch die Pflegedienstleitung ist betroffen. Diesen Pflegenotstand haben wir dann umgehend der Behörde gemeldet, die dann das Bundesheer angefordert hat. Von unseren ursprünglich 49 Heimbewohnern sind vier leider bereits verstorben, acht befinden sich derzeit in den umliegenden Krankenhäusern, 34 weitere positive Patienten bleiben gemeinsam mit drei negativen im Heim und werden jetzt vom Heer betreut."
Bezirkshauptmann Bernhard Preiner und Bürgermeisterin Petra Weberhofer waren beim Eintreffen des Bundesheeres vor Ort. "Ich bin dem Bundesheer sehr dankbar für diesen Einsatz. Sie sind sozusagen unser Retter in der Not", so Preiner.
Petra Weberhofer hatte schon einen Tag zuvor auf Facebook einen Aufruf an die Bevölkerung gestartet, zu helfen, wo es möglich ist. "Da haben sich sofort einige Freiwillige gemeldet, drei haben gleich auf Anhieb geholfen", freut sich die Bürgermeisterin.
Wie lange das Bundesheer tatsächlich im Einsatz bleiben wird, wird erst entschieden. "Wichtig ist, dass die Patienten und Bewohner nahtlos betreut werden können", so Schweiger.

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