Fußball
Seit acht Jahren auf Erfolgskurs
- Rene' Poms
- Foto: Poms
- hochgeladen von Siegfried Endthaler
"Was machst jetzt? Komm zu uns." Slobodan Grubors (als Spieler u. a. bei DSV und KSV, 2012 Individualtrainer in Wolfsberg und gerade unter "Chef" Nenad Bjelica in die Bundesliga aufgestiegen) Aufforderung vor acht Jahren war an René Poms gerichtet. Der war auf seiner nach Bruck zweiten Trainerstation als "Co" unter Walter Schachner beim LASK engagiert, als den Linzern die Lizenz für 2012/13 verweigert wurde. Der Leobener zögerte nicht lange, wechselte nach Kärnten. Es war der Beginn einer großen Freundschaft und einer bis heute andauernden erfolgreichen Zusammenarbeit.
Das Duo Bjelica/René Poms ("wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden, eine ähnliche Auffassung vom Fußball gehabt, die folgenden Jahre haben uns mehr und mehr zusammengeschweißt") erkletterte Schritt für Schritt die fußballerische Karriereleiter. Erst beim WAC, dann bei der Wiener Austria, wo Poms den damals für das Spiel bei Atletico Madrid gesperrten Bjelica erstmals in einer Champions League-Partie vertrat. Spezia Calcio war die erste gemeinsame Auslandsstation, Erfolge mit Lech Posen folgten, das Engagement bei Dinamo Zagreb seit Mai 2018 war der vorläufige Höhepunkt.
Fans nicht einverstanden
Meister, Euro League (gegen Benfica Lissabon coachte Poms wieder einmal solo), Champions League (heuer u. a. gegen Manchester City) – "mit uns hat Zagreb an die 120 Millionen Euro verdient", erzählt Poms, "leider gab es aus finanziellen Gründen vor wenigen Wochen, sehr zum Missfallen der Dinamo-Fans, die vorzeitige Vertragsauflösung".
Reizt ein Job als Cheftrainer? "Als Co habe ich eine große Verantwortung im Training, bin etwa für den kompletten Defensivbereich verantwortlich. Auch in meinem Arbeitsbereich ist durch die Champions League das Niveau extrem hoch, ich bin Nenads rechte Hand, das füllt mich total aus. Als Cheftrainer müsste ich wieder weit unten neu anfangen, der Level wäre viel niedriger", wischt Poms etwaige Spekulationen vom Tisch.
Zurzeit entspannt der 44-Jährige ("der Stress ist bisweilen schon sehr groß, wir haben allein im letzten Jahr elf verschiedene Länder bereist") daheim in Leoben, arbeitet in der Wohnung und hilft seinem besten Freund beim Hausbau.
Aber mit der Ruhe wird's wohl bald wieder vorbei sein. Fenerbahce Istanbul bekundet großes Interesse am Erfolgsgespann.
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