Gadermayr übergibt nach 30 Jahren
Führungswechsel bei der Halleiner Arbeitsinitiative
- Von links: Michaela Gadermayr und Franziska Werner.
- Foto: Halleiner Arbeitsinitiative
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Nach rund 30 Jahren verabschiedet sich die Geschäftsführerin der Halleiner Arbeitsinitiative (HAI) Michaela Gadermayr in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin, Franziska Werner, betont: „Ich möchte mit meiner Arbeit dazu beitragen, dass Menschen Chancen bekommen, teilhaben können und ihr Potenzial nicht verloren geht.“
HALLEIN. Für Michaela Gadermayr ist der Abschied nach 30 Jahren mit gemischten Gefühlen verbunden: „Für mich war die Halleiner Arbeitsinitiative (HAI) wie eine zweite Familie. Nach 30 Jahren ist der Abschied nicht einfach.“ Besonders in Erinnerung bleiben ihr die vielen Frauen und Männer, die durch die Unterstützung der HAI den Weg zurück in den Arbeitsmarkt gefunden haben. „Es war immer wieder schön und beeindruckend zu sehen, wie sie die Chancen genutzt haben, über sich hinausgewachsen sind und wieder selbstbestimmt ihr Leben organisiert haben“, so Gadermayr.
Mit Franziska Werner übernimmt eine erfahrene Führungskraft aus der Sozialwirtschaft künftig die Leitung des Unternehmens, das seit 40 Jahren arbeitsuchenden Menschen neue Perspektiven eröffnet. Die Übergabe erfolgte bewusst mit einer gemeinsamen Übergangsphase, um Kontinuität für Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden sowie Partnerorganisationen sicherzustellen.
- Am Bild: Franziska Werner, Michaela Gadermayr, Bürgermeister Alexander Stangassinger und Vize-Bürgermeister Josef Sailer.
- Foto: Halleiner Arbeitsinitiative
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Werner: „Arbeitsmarktintegration kann viel verändern“
Für die neue Geschäftsführerin ist die HAI ein Ort, an dem gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliches Handeln zusammenkommen.
„Ich möchte mit meiner Arbeit dazu beitragen, dass Menschen Chancen bekommen, teilhaben können und ihr Potenzial nicht verloren geht. Gerade die Arbeitsmarktintegration kann viel verändern – für einzelne Menschen, für Familien und letztlich für unsere Gesellschaft.“
Franziska Werner
Besonders reizvoll an ihrer neuen Aufgabe findet Werner die Verbindung von gesellschaftlicher Wirkung und professioneller Unternehmensführung: „Eine soziale Organisation muss professionell und wirtschaftlich gut aufgestellt sein, damit sie ihren Auftrag langfristig erfüllen kann“, ist sie überzeugt.
Seit ihrer Gründung begleitet die HAI arbeitsuchende Menschen durch befristete Beschäftigung, Qualifizierung, Beratung und Vermittlung zurück in den Arbeitsmarkt. Rund 1.250 Menschen waren seit 1986 als Transitarbeitskräfte beschäftigt. In den vergangenen fünf Jahren fanden durchschnittlich 55 Prozent nach ihrem Austritt wieder eine Beschäftigung.
Heute hat sich die HAI von einem Projekt für benachteiligte Jugendliche zu einem anerkannten sozialen Unternehmen entwickelt. Neben der Arbeitsmarktintegration gehören Entrümpelungen, Transporte, der Secondhand-Bereich „fair-kauf“, die Alttextiliensammlung sowie Re-Use-Projekte zum Angebot. Finanziert wird die HAI durch das AMS Salzburg, das Land Salzburg sowie durch eigene Erlöse aus Dienstleistungen und dem Verkauf von Secondhand-Waren.
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