Erste Sommersaison absolviert
ARA 3 mit neuem H145 von Airbus
- Erste Trainingsstunden mit der H145 von Airbus
- Foto: ARA Flugrettung ©
- hochgeladen von Dominik Lach
NASSFELD. Seit Dezember 2021 ist der Notarzthubschrauber der ARA Flugrettung im Skigebiet Nassfeld stationiert und leistet schnelle, professionelle Hilfe bei alpinen Notfällen. Ab der Skisaison 2023/24 wurde das bisherige Modell EC135 durch die hochmoderne H145 ersetzt, eine fliegende Intensivstation, die die Notfallversorgung auf dem Berg deutlich verbessert. Der neue Hubschrauber ist mit einer Rettungswinde und einem größeren Innenraum ausgestattet, was insbesondere bei schwierig zugänglichen Unfallstellen und Lawineneinsätzen entscheidende Vorteile bietet.
Ein Rückblick auf die bisherigen Einsätze
Die EC135 hat in den vergangenen Wintern 408 Rettungseinsätze am Nassfeld durchgeführt. Die Crew des Notarzthubschraubers ARA-3 war aufgrund der hohen Lage der Station auf 1.433 Metern oft der einzige Notarzthubschrauber in Kärnten, der auch bei schwierigen Witterungsbedingungen wie dichtem Nebel in tiefer gelegenen Regionen einsatzfähig blieb. Dieser Umstand ermöglichte es dem Team, in ganz Kärnten bei Notfällen auszuhelfen, wenn andere Hubschrauber witterungsbedingt nicht starten konnten.
H145: Ein Quantensprung in der Luftrettung
Mit der H145 - eine fliegende Intensivstation – verfügt die ARA Flugrettung nun über einen der modernsten Rettungshubschrauber weltweit. Die vierköpfige Crew – bestehend aus Pilot, Notarzt, Flugretter und einem HEMS-TC (Helicopter Emergency Medical Service Technical Crew) als Co-Pilot und Windenoperator – kann dank der Rettungswinde und des erweiterten Innenraums noch effektiver und effizienter arbeiten. „Der Wechsel auf die H145 ist ein substanzieller Zugewinn für die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft“, so ARA-Geschäftsführer Thomas Jank. Besonders bei Lawineneinsätzen, wenn Rettungskräfte schnell ins alpine Gelände gebracht werden müssen, zeigt die H145 ihre Stärken. Herbert Graf, Leiter des Flugbetriebs, ergänzt: „Dank der Rettungswinde kann die Crew auch bei steilem Gelände und dichten Bewuchs sicher agieren.“
Erste Erfahrungen
In der ersten Wintersaison wurden bereits 39 Einsätze mit der Winde durchgeführt, was bei kritischen Notfällen wertvolle Zeit spart. So können Notarzt und Flugretter schnell zum Patienten gebracht und Verletzte schonend und rasch abtransportiert werden. „Wir haben uns intensiv auf diesen Musterwechsel vorbereitet, wodurch er reibungslos und erfolgreich verlief“, betont Jank.
Investitionen in Infrastruktur und Modernisierung
Um den Anforderungen der neuen H145 gerecht zu werden, investierte die ARA Flugrettung umfangreich in den Standort Nassfeld. Hangar und Crewunterkünfte wurden erweitert und angepasst, um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen. Thomas Jank, hebt hervor, dass diese Investitionen die Sicherheit für Einheimische und Gäste im Skigebiet Nassfeld deutlich erhöht haben.
Österreichweite Einzigartigkeit
Auch für die Zukunft sind Investitionen geplant. Im Sommer 2025 wird der Hangar weiter vergrößert, um für die Wintersaison 2025/26 einen Hubschrauber mit Fünfblatt-Rotor bereitzustellen. Mutmaßlich der erste Airbus H145 in ganz Österreich mit fünf Rotorblättern. Diese Neuerung bringt zusätzliche Leistung, die speziell im hochalpinen Gelände von großem Vorteil ist.
Tirol und Kärnten
Mit 91 Mitarbeitern ist die ARA Flugrettung nicht nur am Nassfeld im Einsatz, sondern auch an den Stationen Fresach und Reutte. Damit bleibt die Organisation flexibel und stets einsatzbereit, um bei alpinen Notfällen in Kärnten und Tirol bestmögliche Hilfe zu leisten.
ARA Flugrettung
Neuer H145 fürs Nassfeld
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