Nach Muren im Pitztal
Dauerhafte Umfahrung der Pitzalstraße seit Mittwochabend möglich
- Derzeit arbeiten rund 50 Einsatzkräfte daran, eine dauerhafte Umfahrung in das hintere Pitztal möglich zu machen.
- Foto: Land Tirol/Hörmann
- hochgeladen von Thomas Geineder
Nach den schweren Muren im Pitztal arbeiten die Einsatzkräfte weiterhin rund um die Uhr. Die Pitztalstraße (L16) bleibt weiterhin gesperrt, eine Umfahrung ist vorerst nur zeitweise möglich. Ab voraussichtlich heute Abend soll es dann eine dauerhafte Umfahrung geben.
ST. LEONHARD/PITZTAL. Nach den Murenereignissen vom Montagabend sind die Aufräumarbeiten im Pitztal weiterhin in vollem Gange. Die L 16 Pitztalstraße bleibt im betroffenen Bereich zwischen Hairlach und Eggenstall vorerst komplett gesperrt. Eine eingeschränkte Verbindung gibt es nur zeitweise: Am Nachmittag ist die Nutzung einer provisorischen, einspurigen Umfahrung möglich – jeweils kurz für den Verkehr taleinwärts (15:00 bis 15:15 Uhr) und talauswärts (15:15 bis 15:30 Uhr). Eine dauerhafte Öffnung dieser Umfahrung mittels Ampelregelung wird im Laufe des Abends erwartet.
Update, 2. Juli
Die Umfahrungsstraße ist seit gestern Abend, 18 Uhr, dauerhaft einspurig mit einer Ampelregelung für den Verkehr geöffnet. Somit gibt es wieder eine dauerhafte Verbindung in das hintere Pitztal.
Großeinsatz über Nacht
Rund 50 Einsatzkräfte standen die gesamte Nacht im Einsatz. Unterstützt von neun Baggern und fünf Lkw wurde eine erste Umfahrungsmöglichkeit geschaffen. Beteiligt waren neben der vier Feuerwehren des Pitztals auch die Straßenmeisterei Zams, der Wasserbau es Baubezirksamts Imst sowie externe Firmen. Fachliche Unterstützung kam zudem von der Wildbach- und Lawinenverbauung. Parallel dazu konnte auch die Stromversorgung im hinteren Pitztal durch die TINETZ wieder vollständig hergestellt werden.
- Es konnte bereits Weg als Umfahrung der gesperrten Landesstraße ertüchtigt werden.
- Foto: Land Tirol/Hörmann
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„Herausragender Einsatz“
Sicherheitslandesrätin Astrid Mair machte sich vor Ort ein Bild der Lage und spricht den Einsatzkräften ihren Dank aus.
„Die Murenereignisse haben erhebliche Schäden verursacht. Besonders betroffen ist die Landesstraße, aber auch private Flächen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Umso wichtiger ist es, dass bei diesem Ereignis keine Personen zu Schaden gekommen sind“, betont Mair.
Sie hebt hervor, dass die Einsatzkräfte seit Beginn des Ereignisses „Tag und Nacht Herausragendes“ leisten würden. Die koordinierte Zusammenarbeit der Beteiligten sei ein entscheidender Faktor für den raschen Fortschritt.
Massive Schäden an Infrastruktur
Die Auswirkungen der Muren sind erheblich: Auf einer Länge von rund 500 Metern wurde die Landesstraße getroffen, etwa die Hälfte davon sogar komplett unterspült oder weggerissen. Vier Brücken wurden teilweise schwer beschädigt, zudem trat die Pitze stellenweise über die Ufer. Johannes Monz vom Baubezirksamt Imst erklärt, dass derzeit parallel zur Freilegung der Straße auch der Flussverlauf wieder gesichert werde. Erst danach könne das gesamte Schadensausmaß erhoben werden.
- Aufgrund der starken Regenfälle am Montag kam es im Pitztal zu mehreren Murenabgängen, auch die Pitze trat stellenweise über ihre Ufer.
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Lage bleibt angespannt
Wann die Pitztalstraße vollständig wiederhergestellt ist, kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Auch der Bürgermeister von St. Leonhard im Pitztal, Elmar Haid, berichtet, dass durch die Muren kurzfristig rund 1.000 Personen eingeschlossen waren. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden.
„Derzeit arbeiten alle beteiligten Kräfte mit Hochdruck daran, die Schäden zu beseitigen. Unser erster Fokus war die Wiederherstellung der Stromversorgung und einer Straßenverbindung. Das konnten wir bereits erreichen. Jetzt gilt die Aufmerksamkeit der Landesstraße", betont Haid.
Fokus auf rasche Wiederherstellung
Auch Landeshauptmann Anton Mattle und LHStv. Josef Geisler danken den Einsatzkräften. Durch das koordinierte Vorgehen konnten erste Sicherungsmaßnahmen rasch umgesetzt werden. Ziel bleibt, die Verkehrsanbindung so schnell wie möglich wieder herzustellen und die Schäden zu beheben.
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