Großprojekt in der Meraner Straße:
Stadt Imst erneuert Kanalinfrastruktur
- Das Rote Kreuz in Imst startet einen großen Erneuerungsbau. Dazu müssen zuvor massive Erdarbeiten für den Kanal getätigt werden.
- Foto: Stadt Imst/Kolp
- hochgeladen von Clemens Perktold
Mit einem Großprojekt in der Meraner Straße setzt die Stadt Imst gezielte Maßnahmen zur Erneuerung der Kanalinfrastruktur und zur Anpassung der Verkehrsführung.
Rotes Kreuz
IMST. Auslöser sind die geplante Erweiterung der Orts- und Bezirksstelle des Roten Kreuzes sowie der notwendige Sanierungsbedarf der bestehenden, teilweise tief liegenden Kanalleitungen. In diesem Zuge werden sowohl die Kanalanlagen modernisiert als auch der Radweg in diesem Bereich neu geführt.
Die Stadt Imst investiert weiterhin gezielt in die Modernisierung ihrer Infrastruktur. Im Bereich Meraner Straße/Füllsack wird die bestehende Kanalanlage umfassend saniert bzw. teilweise komplett neu errichtet. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch der Radweg in diesem Abschnitt verlegt.
Rotes Kreuz
Rotkreuz erweitert sich
Hintergrund der Maßnahmen ist die geplante Erweiterung der Orts- und Bezirksstelle des Roten Kreuzes in Imst. Diese wird am bestehenden Standort in der Meraner Straße umgesetzt, um zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Für das Projekt haben sowohl die Stadtgemeinde Imst als auch das Land Tirol (Landesstraßenverwaltung) entsprechende Grundstücksflächen veräußert.
Durch die finanzielle Beteiligung des Landes sowie des Roten Kreuzes entstehen der Stadtgemeinde bei der Verlegung des Radweges keine zusätzlichen Kosten. Die neue Radwegtrasse verläuft künftig entlang der B171 Tiroler Straße bzw. des Kreisverkehrs Auf Arzill und mündet im Bereich der bestehenden Parkplatzzufahrt wieder in die Meraner Straße.
Rotes Kreuz
1,3 Millionen Euro werden investiert
Aufgrund der geplanten Erweiterung sowie der außergewöhnlich tiefen Lage der bestehenden Kanalleitungen im Bereich Füllsack hat sich die Stadtgemeinde Imst dazu entschieden, die Sanierung der betroffenen Anlagenteile im Bereich des Parkplatzes beim Kreisverkehr vorzuziehen.
Im Budget 2026 sind dafür 1.050.000 Euro vorgesehen. Die Bauzeit erstreckt sich – unter Berücksichtigung einer Winterpause – über rund ein Jahr. Insgesamt werden etwa 1,3 Millionen Euro in dieses wichtige Infrastruktur-Großprojekt investiert.
„Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt für die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt. Wir investieren damit nicht nur in eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur, sondern schaffen auch die notwendigen Voraussetzungen für die Erweiterung einer zentralen Einrichtung wie dem Roten Kreuz. Damit stärken wir langfristig sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Standortqualität in Imst“, betont Bürgermeister Stefan Weirather.
Bauarbeiten in mehreren Phasen
Die Bauarbeiten erfolgen in mehreren Phasen. Die erste Bauphase startet am Montag, 18. Mai 2026. Nach der Baustelleneinrichtung beginnen die Aushubarbeiten für die Start- und Zielgruben der Rohrvortriebe zwischen dem BIG-Gelände (Sportplatz des Gymnasiums), dem Parkplatz sowie dem Interspar-Markt.
Bis Ende Juli wird der Rohrvortrieb für den Hauptkanalstrang durchgeführt. Anschließend werden die Baugruben auf dem BIG-Gelände sowie beim Interspar verfüllt. Im nächsten Schritt folgen die Seitenstränge in Richtung Rettungs- bzw. Imkereigebäude, die in offener Bauweise hergestellt werden.
Während der Grabungsarbeiten auf und entlang der Meraner Straße ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Baumaßnahmen im Bereich des Parkplatzes sowie die Umlegung des Radwegs sollen bis Ende September 2026 abgeschlossen sein.
In der zweiten Phase werden im darauffolgenden Jahr die Zulaufkanäle oberhalb des Parkplatzes, die auf Grundstücken der BIG und des Landes Tirol verlaufen, neu verlegt. Die Gesamtfertigstellung des Großprojekts mit vollständigem Anschluss aller Nebenanlagen ist für Ende Mai 2027 vorgesehen. Aufgrund des Grundstücksverkaufs hat die Stadtgemeinde Imst die Bewirtschaftung des Parkplatzes beim Roten Kreuz neben dem Kreisverkehr eingestellt. Die Parkautomaten wurden bereits demontiert. Damit besteht seitens der Stadtgemeinde Imst keine Zuständigkeit mehr für diesen Parkplatz.
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