Ist der Ötztaler Mopedmarathon in Gefahr?
Wipptaler verweigern Mopedmarathon die Durchfahrt

Der Ötztaler Mopedmarathon erfreut sich großer Beliebtheit – mittlerweile hat er rund 2.000 Teilnehmer.
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  • Der Ötztaler Mopedmarathon erfreut sich großer Beliebtheit – mittlerweile hat er rund 2.000 Teilnehmer.
  • hochgeladen von Petra Schöpf

Der Ötztaler Mopedmarathon wird am 22. Juni mit veränderter Streckenführung über die Bühne gehen müssen, weil sich die Wipptaler Bürgermeister, allen voran Alfons Rastner, Bürgermeister von Mühlbachl und Planungsverbandsobmann weigern, die Mopedfahrer durch ihre Dörfer fahren zu lassen. Man würde mit Dorffesten die Straße blockieren um die zusätzliche Verkehrsbelastung durch die Mopedfahrer abzuwehren, so Rastner.

SÖLDEN (ps). Nachdem der Ötztaler Mopedmarathon mit beinahe 2.000 Teilnehmern mittlerweile als legendär bezeichnet werden kann, wächst neben der tausendfachen Fangemeinde auch die Zahl der Gegner. Bereits vergangenes Jahr wurden Stimmen im Kühtai laut, wonach die Mopeds ausser Lärm und Gestank dem Naherholungsgebiet nichts bringen würden. Eine Kühtaier Gastronomin, bei der zahlreiche Mopedfahrer Halt machten: "Auf die paar Euros kommt es mir nicht an, darauf kann ich gern verzichten, wenn die Stinker dafür im Tal unten bleiben." 
Auch im Wipptal regte sich der Widerstand der Bevölkerung, die den einzigen Nutznießer des Ötztaler Mopedmarathons in der Gemeinde Sölden sieht, wo hunderte Nächtigungen zu verbuchen sind. Die Bürgermeister des Wipptales gaben daher heuer kein grünes Licht für die Durchfahrt durch ihrer Gemeinden. Mangels rechtlicher Möglichkeiten kündigte Alfons Rastner, Bürgermeister von Mühlbachl gar Dorffeste an, um eine Straßenblockade zu erzwingen.

Unterstützung der Fahrer

Manuel Ribis, Organisator und Begründer des von tausenden Anhängern geliebten Events, findet klare Worte: "Wir bieten den Wipptalern nicht die Bühne für einige nicht von uns verschuldete Staufotos oder anderen Zündstoff, wir haben bereits eine Alternativroute ausgearbeitet. Es geht hier um eine Veranstaltung, die Menschen aus halb Europa zusammenbringt, um gemeinsam einem friedvollen und lustigem Event beizuwohnen. Wir hätten uns gefreut, wenn man frühzeitig an uns herangetreten wäre und nicht erst so kurz vor der Veranstaltung, aber es tut der guten Laune in der Community keinen Abbruch, wir haben großen Zuspruch und freuen uns auf eine neue, ohne Zweifel interessante Strecke." 

Streckenverlauf neu

Für die 7. Auflage des Ötztaler Mopedmarathons braucht es also eine Alternativroute. Traditionellerweise wird auch diesmal der Startschuss mit Knalleffekt in vielfacher Ausführung in Sölden passieren. Die Karawane wird sich Richtung Oetz, Ochsengarten und Sattele schlängeln. Retour nach Oetz und weiter nach Au und Längenfeld führt die Alternativroute, die zwar weniger Pässe zu bieten hat, aber an Attraktivität wohl wenig verloren hat. Die Mofafahrer werden nach zurück nach Sölden geführt um über das Timmelsjoch zur Labestation und Checkpoint in Rabenstein im Passeiertal zu kommen. Dort wird gewendet und die Rückfahrt nach Sölden angetreten, für viele Teilnehmer das siebte mal. "Es muss keinen Sinn machen, es reicht, wenn es Spaß macht", meinte Manuel Ribis abschließend.

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