Studie
Arbeitsweise ändert sich in Corona-Zeiten stark

Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber finden Gefallen an Homeoffice.
  • Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber finden Gefallen an Homeoffice.
  • Foto: karriere.at
  • hochgeladen von Birgit Leitner

TIROL. Die Unternehmensberatungen Business Pool und Human Hub haben insgesamt 1.460 Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Nord- und Südtirol befragt. Das Ergebnis zeigt, dass sich für 90 Prozent der Befragten sich die Arbeitsgestaltung – teils stark – geändert hat. Über 70 % sind mit dem Homeoffice zufrieden. Die allgemeine Belastung ist jedoch gestiegen.

Insgesamt haben sich 372 Arbeitgeber und 1.088 Arbeitnehmer aus Tiroler Unternehmen verschiedener Größen an der nicht-repräsentativen Online-Befragung „Veränderungen der Arbeitswelt durch Corona“ beteiligt. Branchenschwerpunkte waren Dienstleistungen, Handel, Industrie, Handwerk und öffentliche Verwaltung. Rund 80 Prozent der Studienteilnehmer stammen aus Südtirol und 20 Prozent aus Nordtirol. Die meisten Antworten fielen jedoch sowohl nördlich als auch südlich des Brenners nahezu deckungsgleich aus.

Doppelbelastungen durch Kinder und Arbeit

Acht von zehn befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fühlten sich demnach laut Studie durch die Gesamtsituation zusätzlich belastet. Als größte Herausforderung wurde die Doppelbelastung durch Beruf und Kinderbetreuung genannt.

Wandel der Arbeitseinstellung

Insgesamt hat die Flexibilisierung der Beschäftigung in Form von Homeoffice und Co. deutlich an Bedeutung gewonnen, v.a. bei den 25- bis 45-Jährigen. „Ein Großteil der befragten Unternehmer wertet diese Entwicklung positiv – das deutet darauf hin, dass wir am Beginn eines Kulturwandels in der Arbeitswelt stehen“, meint Günther Wurm, Geschäftsführer der Business Pool Austria GmbH.

Die Arbeitseinstellung hat ebenfalls durch Corona einen Wandel erfahren: Über 40 Prozent der Arbeitnehmer gaben an, ihren Arbeitsplatz wechseln zu wollen – bei den Arbeitgebern wollte sogar jeder zweite den persönlichen Bezug zur Tätigkeit überdenken. Werte wie Arbeitsplatz-Sicherheit, soziale Verantwortung und gesellschaftlicher Zusammenhalt rückten indes in den Vordergrund.

Stärken und Schwächen werden deutlich

80 % der Befragten – darunter Arbeitnehmer wie Arbeitgeber – waren sich einig, dass Stärken und Schwächen eines Unternehmens in der Krise klarer sichtbar wurden. Frauen nahmen dies deutlich sensibler wahr als die männlichen Kollegen. Auffällig war, dass in Nordtirol neun von zehn Unternehmern einen Bedarf darin sehen, Prozessoptimierungsprojekte anzugehen.

Grundsätzlich gab es zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern teilweise starke Wahrnehmungs-Unterschiede: So wurde der Zusammenhalt unter den Arbeitskollegen von einer absoluten Mehrheit der Arbeitgeber als verbessert angesehen. Diese Bewertung gaben jedoch nur 40 Prozent der Arbeitnehmer ab. Knapp 60 Prozent der Unternehmer glaubten zudem, dass sich ihre Mitarbeiter stärker mit dem Unternehmen identifizieren als vor der Krise – nur ein Drittel der Mitarbeiter bestätigte dies. 

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