Zecken
Auch im Herbst an die FSME-Impfung denken
- Impfungen gegen Pneumokokken und Gürtelrose sollen ab Ende 2025 gratis für Menschen ab 60 Jahren sowie Risikogruppen verfügbar sein.
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Die Zeckensaison ist in Tirol noch nicht vorbei. Auch im August und September sind die kleinen Spinnentiere aktiv und können Krankheiten wie FSME und Borreliose übertragen. Das Land Tirol rät daher weiterhin zu Vorsorge und einem aktuellen Impfschutz.
INNSBRUCK. Zecken sind längst nicht nur im Frühjahr und Sommer ein Thema. Je nach Temperaturen und Feuchtigkeit können sie bis in den Spätherbst aktiv sein. Auch in Tirol kommen die Tiere vor. Dabei sind sie nicht ausschließlich in Wäldern oder auf Wiesen zu finden, sondern mittlerweile auch in höheren Lagen und im urbanen Raum.
- Ein Zeckenstich bleibt häufig unbemerkt, da er in der Regel schmerzlos ist.
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Ein Zeckenstich bleibt häufig unbemerkt, da er in der Regel schmerzlos ist. Die Tiere können dabei unterschiedliche Krankheitserreger übertragen. Zu den bekanntesten Erkrankungen zählen die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, und Borreliose.
FSME-Impfung bietet Schutz
Während es gegen Borreliose derzeit keine Impfung gibt, steht gegen FSME ein wirksamer Impfschutz zur Verfügung. Die Impfung ist in Österreich bereits seit 1976 zugelassen. Nach einer vollständigen Grundimmunisierung beziehungsweise einer aktuellen Auffrischung liegt die Schutzwirkung laut Land Tirol bei mehr als 97 Prozent.
FSME wird durch Viren verursacht und kann das zentrale Nervensystem betreffen. In schweren Fällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen. Besonders bei älteren Menschen steigt das Risiko für schwere Krankheitsverläufe und mögliche Komplikationen.
- Die regulären Auffrischungen sind grundsätzlich alle fünf Jahre vorgesehen, ab dem 60. Lebensjahr alle drei Jahre.
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Amtsärztin und Impfkoordinatorin Barbara Schmid empfiehlt daher, den eigenen Impfstatus zu überprüfen und fällige Auffrischungen nachzuholen. Die regulären Auffrischungen sind grundsätzlich alle fünf Jahre vorgesehen, ab dem 60. Lebensjahr alle drei Jahre.
Auch gegen Zeckenstiche vorbeugen
Neben der Impfung können einfache Maßnahmen dabei helfen, das Risiko eines Zeckenstichs zu reduzieren. Bei Aufenthalten im Freien empfiehlt sich lange, möglichst helle Kleidung sowie geschlossenes Schuhwerk. Auf heller Kleidung lassen sich Zecken leichter erkennen.
Nach einem Aufenthalt im Freien sollte der Körper gründlich nach den Tieren abgesucht werden. Besonders häufig sitzen Zecken an warmen und feuchten Körperstellen, etwa am Haaransatz, im Nacken, in den Achselhöhlen, Kniekehlen oder im Leistenbereich. Auch Kleidung und Haustiere sollten kontrolliert werden.
Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst rasch mit einer spitz zulaufenden Pinzette nahe an der Haut entfernt werden. Anschließend sollte die Einstichstelle über mehrere Wochen beobachtet werden.
Borreliose nicht unterschätzen
Borreliose wird im Gegensatz zu FSME durch Bakterien ausgelöst und ist nicht durch eine Impfung vermeidbar. Typisch kann eine sogenannte Wanderröte rund um die Einstichstelle sein. Möglich sind außerdem Fieber sowie Gelenk- oder Nervenentzündungen. Eine rechtzeitige medizinische Behandlung mit Antibiotika ist wichtig.
Wer nach einem Zeckenstich Beschwerden entwickelt oder unsicher über den eigenen Impfstatus ist, sollte sich an die Hausärztin oder den Hausarzt wenden. Weitere Informationen zum Thema Zecken und FSME gibt es bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).
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