Street-Art in Innsbruck
Innsbruck bekommt zwei neue Murals
- Street-Art und Graffiti sind mehr als Dekoration.
- Foto: streetart-citymap, Stadt Innsbruck
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Die Präsenz von Kunst im öffentlichen Raum reicht so weit zurück wie die Geschichte der menschlichen Siedlungen selbst und spiegelt dabei stets die jeweilige Epoche und Gesellschaft wider. In den letzten Jahrzehnten prägten besonders Graffiti und Street-Art unsere Städte und immer mehr Fassaden in Innsbruck wurden zur Leinwand – auch diesen Sommer wird die Landeshauptstadt wieder bunter.
INNSBRUCK. Jede Stadt hat ihr ganz eigenes und individuelles Erscheinungsbild – ein Ensemble aus historischen und zeitgenössischen Bauten und mit Kunstwerken im öffentlichen Raum. Die Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum ist eine Reise durch die Epochen der Menschheitsgeschichte. Angefangen bei den uralten Höhlenmalereien, die geheimnisvolle Geschichten erzählen, bis hin zu Fragmenten von Statuen aus der antiken Welt, die Macht und Glauben verkörpern, bis hin zu architektonischen Meisterwerken und Denkmälern.
Street-Art ist mehr als Dekoration
Heute wird Kunst im öffentlichen Raum vor allem mit Street-Art assoziiert. Diese Kunstform, die außerhalb der traditionellen Galerieumgebung zu finden ist, ist im Gegensatz zu Graffiti – das oft mit illegalen Markierungen und Schmierereien in Verbindung gebracht wird – auf künstlerische Werke, die mit Erlaubnis auf öffentlichen Wänden, Gebäuden oder Straßenmöbeln entstehen. Graffiti und Street-Art sind mehr als Dekoration – beide Kunstformen werden häufig genutzt, um gesellschaftliche Botschaften zu vermitteln und auf wichtige Themen aufmerksam zu machen.
- Illegale Sprayaktionen wie diese werden in Innsbruck bestraft.
- Foto: BezirksBlätter
- hochgeladen von Georg Herrmann
Sprayen vor alpiner Kulisse
Normalerweise ist Innsbruck bekannt für seine alpinen Panoramen und barocken Gebäude. Doch in den letzten Jahren hat sich hier eine lebendige Straßenkunstszene entwickelt, die ebenso vielfältig und dynamisch ist wie die Stadt selbst. Von farbenfrohen Murals bis hin zu kleinen, versteckten Kunstwerken, die nur von aufmerksamen Beobachtern entdeckt werden, spürt man in der ganzen Stadt die kreative Energie der Künstlerinnen und Künstler. Die Kunstwerke sind nicht nur ein Augenschmaus für Einwohner und Touristen, sondern auch ein starkes Statement für Freiheit und Kreativität in der urbanen Landschaft.
- Graffiti und Street-Art sind mehr als Dekoration – sie vermitteln Botschaften.
- Foto: streetart-citymap, Stadt Innsbruck
- hochgeladen von Martina Obertimpfler
Innsbruck fördert die Street-Art Szene
Alle zwei Jahre unterstützt die Stadt Innsbruck mithilfe eines Stipendiums die Street-Art Szene, um die urbane, freie Kunst im öffentlichen Raum zu bestärken. 2023 gingen erstmals 6.000 Euro an Künstlerinnen und Künstler für die Gestaltung eines Murals (Wandgemälde).
- Dieses Mural findet man im Stadtteil in der Campagne Reichenau. Der Wiener Street Art Künstler RUIN setzt ein identitätsstiftendes Wandbild um.
- Foto: IKM
- hochgeladen von Georg Herrmann
Halls of Fame
Außerdem stellt die Stadt Wände zur Verfügung, die „Halls of Fame“ wo Künstlerinnen und Künstler an neun Plätzen in Innsbruck ihr Mural oder Graffiti legal anbringen können. Es gibt aber auch regelmäßig Projekte und Festivals, die Street-Art fördern. Ein Beispiel ist das Bridge Beat Festival, bei dem Street Art-Wettbewerbe abgehalten werden, um die Kunstform weiter zu unterstützen und die Städtepartnerschaften, wie die mit Grenoble, zu feiern.
- Vor kurzem wurde dieses Mural in Wilten eingeweiht. Im Bild: (v.l.) LH Anton Mattle, Künstlerin Melanie Gandyra und Hansjörg Wolf (Obmann des Marketingkreis Wilten West und Inhaber von Sport Wolf)
- Foto: Elisabeth Fitsch
- hochgeladen von Martina Obertimpfler
Bunte Brücken in Innsbruck
Die französische Stadt Grenoble und Innsbruck sind seit 60 Jahren Städtepartner. Diese Allianz wird nun künstlerisch gefeiert. Dafür entstehen in der Andechstraße zwei große Street- Art-Gemälde an gegenüberliegenden Hauswänden: Die Werke werden von einem Künstler aus Grenoble und einer Künstlerin aus Innsbruck gestaltet.
"Es ist großartig, dass im südlichen Teil der Stadt zwei beeindruckende Murals entstehen", sagt Vizebürgermeister Georg Willi. "Die Andechsstraße ist eine bedeutende Verkehrsader, die von vielen Pendlern frequentiert wird. Die ausgewählten Kunstwerke von talentierten Künstlern aus unseren Partnerstädten Grenoble und Innsbruck schlagen Brücken in beide Richtungen. Sie sind sichtbare Symbole für Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen unseren Städten und stehen für kulturellen Austausch und gegenseitiges Verständnis in unserer globalisierten Welt."
Das Jubiläum der Partnerschaft wird im Rahmen des Bridge-Beat-Festivals gefeiert, für den ein Streetart-Wettbewerb ausgeschrieben wurde. Zwei Künstler aus Frankreich bewarben sich um die Gestaltung des Murals in Innsbruck, während die Innsbrucker Künstlerin Melanie Gandyra ausgewählt wurde. Ihr Entwurf zeigt bedrohte Tiroler Pflanzenarten, die unsichtbare Brücken durch ihre Wurzeln bilden. Der französische Künstler NiKoDeM wird auf seiner Wand Farben und Formen nutzen, um die Verbundenheit alles Lebendigen auszudrücken. Die Fertigstellung der Murals ist für das Bridge Beat Festival vom 18. bis 20. Juli geplant, bei dem auch Delegationen und Künstler aus Innsbrucks Partnerstädten vertreten sein werden.
- Murals wie dieses, 2021 von Lukas Goller kreierte Schwarz-Weiß-Bild beim Zeughaus, sind auf der Streetart-Map sichtbar.
- Foto: IKM
- hochgeladen von Georg Herrmann
Alle Kunstwerke auf einen Blick
Es gibt eine „Streetart-Karte“, die die vielfältige Welt der Murals in Innsbruck zeigt. Gleichzeitig dient sie auch als Archiv für die zahlreichen Kunstwerke im öffentlichen Raum, die die Stadt verschönern. Hier gehts zur „Streetart-Karte“.
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