Corona-Krise
Trinkwasser wird weiterhin regelmäßig auf Qualität kontrolliert

Die Trinkwasserversorgung ist in allen Teilen Tirols gesichert
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  • hochgeladen von Marlene Mülleder

TIROL. Eine Übertragung des Coronavirus über das Trink- und Nutzwasser ist ausgeschlossen. Jedoch wirkt sich die Corona-Krise auf die Wasserversorgung aus. Die Wasser Tirol, ein Tochterunternehmen des Landes Tirol, hat sich anhand einiger ausgewählter Gemeinden, die über innovative Monitoringsysteme verfügen, angeschaut wie.

Wichtigstes Lebensmittel

„Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Wir stellen fest, dass sich der Wasserbedarf im Zuge der Corona-Krise stark verändert hat. Der geänderte Bedarf kann aber mit dem vorhandenen Wasserdargebot problemlos abgedeckt werden. Die Trinkwasserversorgung ist in allen Teilen Tirols gesichert“, beruhigt LHStv Josef Geisler und fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen. In Tirol gibt es insgesamt 760 öffentliche Wasserversorgungsanlagen. Die Qualität des Trinkwassers wird weiterhin regelmäßig kontrolliert. Auch die Abwasserreinigung funktioniert wie gewohnt.

LHStv Josef Geisler

Abnahme von bis zu 50 Prozent

In Gemeinden mit einem starken Wintertourismus ist der Wasserbedarf massiv gesunken. „Wir stellen eine Abnahme von bis zu 50 Prozent und mehr fest“, erläutert Rupert Ebenbichler, Geschäftsführer der Wasser Tirol.

Einen Rückgang um rund ein Drittel gibt es in Gemeinden mit größeren produzierenden Betrieben. Zu einem Anstieg beim Wasserverbrauch kommt es hingegen in den klassischen Wohngemeinden. „Der Wasserbedarf in solchen Gemeinden ähnelt nunmehr stark dem Verbrauchsverhalten am Wochenende. Vor allem die morgendlichen Bedarfsspitzen treten später auf, die abendlichen verschieben sich in Richtung früherer Abend. Insgesamt ist der Wasserbedarf gleichmäßiger über den Tag verteilt“, so Ebenbichler.

Wasserbedarf kann gut gedeckt werden

Während sich in Gemeinden mit gewerblichen Betrieben der Wasserbedarf teilweise massiv verringert, verlagert er sich hin zu Wohngemeinden und führt dort zu einem Anstieg von bis zu 20 Prozent. Durch die Niederschläge im letzten Herbst und den milden Winter liegen die Quellschüttungen derzeit großteils deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Damit kann der erhöhte Wasserbedarf auch in den Wohngeneminden gut gedeckt werden. „Wir werden in den nächsten Jahren gemeinsam mit den Gemeinden daran arbeiten, die Krisensicherheit unserer Wasserversorgung etwa durch Verbundlösungen für besonders Situationen weiter zu erhöhen“, kündigt LHStv Josef Geisler abschließend an.

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