Von der Alltäglichkeit psychischer Störungen. Ein Politicum seit ehedem
Cluster der "Bekloppten": Der ganz normale Wahnsinn

"Ja, ja, ich weiss, ich bin zu schnell gefahren...", sagte der "Maximilian" Towje Kleiner in der TV-Serie DER GANZ NORMALE WAHNSINN im Vorspann zur jeweiligen Folge immer wieder zum kontrollierenden Polizeiorgan bajuwarischer Gemütsstatur, ein Highlight unserer schönen Jugend auf zwei staatlichen Kanälen.

Der gütig dreinblickende Bayern-"Bulle" darauf sachverständig: "Ja schauen Sie, das dürfen sie nicht!" (Akzentuierte phonetische Hebung der Stimme auf dem Ü beim energischen "dürfen...Anmerkung des Verfassers)

Wir, also ich und meine High-School-KumpelZ, wir haben uns da regelmässig weggeschüttet, weil wir im Nachahmen des Polizisten immer kreativer wurden, nichtsahnend, dass uns das Thema auf einer todernsten, also zweifellos höheren Ebene einholen würde & uns nun heute alltäglich, wie sogar allgegenwärtig persönlich betrifft & also begleitet.

Ins fachliche Gebiet der professionstischen Psychiatrie glitten wir im Jahre 1991, als wir als PATIENTENANWÄLTE nach dem UNTERBRINGUNGSGESETZ (UBG) vom damaligen Vorsteher des Bezirksgerichtes Doktor Plank angelobt wurden, um sodann als rechtens bestellte "Whistle-Blower" unter der fachlichen Manuduktion von Doktor Thomas Rath, damals Richter im zuständigen Ausserstreitverfahren, dem staatlichen Gerichte Fälle von Unterbringungen im geschlossenen Bereich der hiesigen Psychiatrie an der Universitätsklinik der Stadt Innsbruck anzuzeigen.

Ein echter Knochen-Job für uns Jung-Spunde der Rechtswissenschaft, denn wir, also & die Kollegin Gabriele "Gaby" Ebner & ich, wir waren gerade einmal im zweiten Studienabschnitt nach der damaligen Ordnung. Sie hatte das UBG zum Diplomthema gewählt, wie ich das Sozial-Projekt DOWAS als Beispiel für dezentrale selbstorganisierte Sozialpolitik im Kontext der geltenden Sozialhilfegesetzgebung, außerdem war die Herausforderung der Gründung einer UBG-PATIENTENANWALTSCHAFT auch eine wechselseitige Sympathie-Sache, durchaus auch dem Richter gegenüber, von uns aus jedenfalls. In Hall gabs die Kollegen schon am Werke, sodaß wir nicht ganz alleine am harten Winde uns bewegten...

Etwas ausgesetzt ist man als Aussenseiter eines in-sich-logischen Systems allerdings immer & so kann gesagt werden, dass die Anti-Pathie, die uns von Seiten des gesamten betroffenen Klinikpersonals entgegenschlug, unverhohlen & ehrlich war, & von uns fast schon körperlich erspürbar.

Doch wozu gibt es geistige Getränke für die einen & besänftigende Rauchkräuter für die anderen?
 
Womit wir bei den Clustern der Ver-Rückheit wären, die schon das Titel-Signum dieses unseres Beitrages zur geistesgeschichtlichen Lage einer Psychiatrie der Moderne anklopft.

Vereinfacht sortieren wir uns in drei Grundcluster im Links-Zwo-Drei des ABC.

Der Cluster A vereinigt sonderbare Exzentriker wie Paranoide & Shizophrene, wie uns die allinformierte Gelehrte Wikipädia mitteilt. Sehr neutralisierend gefasst, weil uns halluzide Wahrnehmungen nur im Drogenselbstversuch in eben diesen Jugendtagen bekannt sind & davor nur nachdrücklich zu warnen ist, nicht umsonst empfahl der Erfinder des LSD Hofmann eine solche "Reise" nur unter Schutzfixierung & ärztlicher Betreuung. Es gibt also Krankheitsbilder in dieser Abteilung, die einem LSD-TRIP nahekommen, wenn die ärztlich verordnete Medikation eben NICHT eingenommen wird, wie wir schon mehrfach beobachten mussten.

Cluster B würde uns selbst mit einschließen, wenn wir uns als narzistischen Egomanen vorstellen müssten, was bei Politikern leider keiner Ausnahmeregel nahekommt, sondern fast schon eine Berufsvoraussetzung bildet, wenn wir das durchaus selbstkritisch im zarten Hauch sanftester Ironie so sagen wollten. Egozentrisch, dramatisch-theatralisch, manipulativ & extrovertiert, stets im Stachel des Befehles eines suchthaften Strebens nach Eigenbedeutung.

Cluster C wären dann noch die ängstlich vermeidenden Furchtsamen.......

Auch wurde über uns unlängst tatsächlich selbst fachgutachterlich im Auftrage von dem uns observierden Arbeitsmarktservice von einer hochkompetenten Kitzbühler Gutachterin Viennoiser Herkunft befunden, wir seien das, was man eine AKZENTUIERTE PERSÖNLICHKEIT nennt, womit allem Anscheine nach ein leichterer Grad einer Leidenschaft im Sinne einer Persönlichkeitsstörung vorläge. Dies wird dadurch untermauert, dass uns die Gutachterin ansonsten ARBEITSTÜCHTIG WIE SUPERMANN klassifiziert. SIC!

Sei es wie es ist
Denkt sich dabei der treue Christ
Weniger als Richter...
Sondern in Gottes Trost als Krisen-Dichter
So reimten schon die Alten
Die so mit uns in Sachfrömmigkeit erkalten:

"Wer stetig sich bemüht
Den können wir erlösen!"
Im Müssiggang liegt oft des Teufels Hang zum Bösen

Drum Herrgott gib uns Kraft
Dass dein Leitbild in uns das Neue
Schafft...con dios vamonos, ahoi!

Du möchtest regelmäßig Infos über das, was in deiner Region passiert?

Dann melde dich für den meinbezirk.at-Newsletter an

Gleich anmelden

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Folge uns auf:
Die Bezirksblätter immer mit dabei! Mit der praktischen ePaper-App.


Gleich downloaden!

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen