04.10.2017, 14:39 Uhr

"Mit Wissen steigt die Zustimmung"

Olympiawerber: Hubert Siller, Karl Stoss und Peter Mennel hoffen auf einen positiven Ausgang der Volksabstimmung.

Olympia-Botschafter sollen erhofften Multiplikatoren-Effekt bringen. ÖOC ortet "positive Grundstimmung".

"Am Ende vieler Informationseinheiten ist die Stimmung mit rund 80 % sehr positiv", ist ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel überzeugt. Er zog vergangenen Freitag zusammen mit ÖOC-Präsident Karl Stoss und Hubert Siller, Co-Autor der Machbarkeitsstudie, Zwischenbilanz über die angelaufene Info-Kampagne im Vorfeld der Volksabstimmung.

"Skepsis ausräumen"

Am 15. Oktober, parallel zur Nationalratswahl, sind die TirolerInnen ja aufgerufen, über eine mögliche Bewerbung für Olympische Winterspiele 2026 abzustimmen. Bis dato stößt dieses Großprojekt jedoch noch vielerorts auf Vorbehalte, die es nun gelte auszuräumen. "Wer nicht im Thema ist, ist oft noch skeptisch und dann können Populisten diese Unsicherheiten ausnützen", erläutert Mennel seine Sicht. Auch Hubert Siller verweist auf positive Standorteffekte wie etwa mindestens 10.000 entstehende Arbeitsplätze: "Es werden für die Umsetzung möglicher Winterspiele allein vom IOC rund 1 Milliarde US-Dollar an Geld- und Sachleistungen garantiert – das ist Kapital von außen, das in den regionalen Wirtschaftskreislauf kommt und Geld, das nur dann fließt wenn die Spiele hier stattfinden." Auch die Sorgen wegen möglicher starker Preissprünge sei unbegründet. "Früher waren die Wirtschaftsräume sehr kleinräumig und regional strukturiert, das hat sich radikal verändert. Tatsächlich diktieren heute weltweit agierende digitale Marktplätze wie Amazon, Zalando und Co. die Preise und nicht Großevents", argumentiert Siller.

IOC unterstützt Bewerbung

"Das Feedback auf das Innsbruck/Tirol-Angebot war durchwegs positiv. Es ist Zeit für traditionelle Wintersport-Destinationen, die als Gastgeber ein neues Zeitalter und Spiele unter geänderten Vorzeichen glaubwürdig vertreten", skizziert ÖOC-Präsident Karl Stoss seine Eindrücke vom jüngst zu Ende gegangenen Arbeitsmeeting des IOC in Lima. Auch die in Lima offiziell vollzogene Doppelvergabe der Olympischen Sommerspiele an Paris (2024) und Los Angeles (2028), die mit nachhaltigen Konzepten, bestehenden Sportstätten und moderaten Budgets überzeugten, bestätige die neu eingeschlagenen Wege.
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Walter Gruber aus Westliches Mittelgebirge | 04.10.2017 | 16:47   Melden
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