11.08.2017, 13:54 Uhr

Liste Fritz - Mehr Transparenz für die Olympia-Befragung gefordert

Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sagt Nein zu Olympia-Bewerbung – zu teuer, zu riskant (Foto: Ferdinand Mader / Regionaut)

Die Liste Fritz sieht weitere Probleme in Bezug auf deine Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2026. Als Beispiel nennt er den Host-City-Vertrag.

TIROL. Die Liste Fritz übt Kritik an den Grünen am Umgang mit dem Thema Olympiabewerbung Tirols.

Keine klare Stellungnahme durch die Grünen

Laut Liste Fritz beziehen die Grünen Tirol nicht klar Stellung in der Frage der Olympiabewerbung. Sie würden mit diversen Fragen vom eigentlichen Thema ablenken. Für Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider sei dies ein Zeichen dafür, dass die Grünen nach der Wahl wieder Teil der Landesregierung sein möchten. Weiters haben die Grünen auch die Machbarkeitsstudie im Wert von 300.000 Euro mit in Auftrag gegeben.

Kosten für Olympiabewerbung durch Steuergelder finanziert

Die Olympiabewerbung kostet Innsbruck/Tirol 15 bis 20 Millionen Euro. Falls Tirol den Zugschlag für die Bewerbung nicht bekommt, sind auch diese Steuergelder weg, die beiden Liste Fritz-Abgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Isabella Gruber. Für die beiden gäbe es weitaus wichtigere Verwendungszwecke dieser Steuergelder: In Tirol gibt es nach wie vor zu wenig Kinderbetreuungsplätze. Diese müssten in ganzjährige und ganztägige Einrichtungen ausgebaut werden. Es braucht mehr Personal in den Alten- und Pflegeheimen und in den Spitälern.

Host City Vertrag muss auf den Tisch

Der Host City Vertrag ist ein Vertrag, der zwischen dem IOC und dem Gastgeberland unterschrieben wird. Bis jetzt ist dieser Vertrag der Bevölkerung noch nicht bekannt gegeben worden. Die Leute müssen wissen, worüber sie abstimmen, so Andrea Haselwanter-Schneider. Neben diesem Vertrag und den hohen Kosten einer Ausrichtung der Olympischen Spiele 2026 gibt es noch weitere Kritikpunkte. Beispielsweise ist das IOC (Internationales Olympisches Komitee) steuerbefreit, daher bleibt von den Gewinnen der Olympischen Spielen nichts in TIrol. Gleichzeitig haftet das Land Tirol und Innsbruck in unbegrenzter Höhe.

Bis zu zwei Milliarden Kosten

Die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2026 kostet bis zu zwei Milliarden Euro. Weitere Kosten sind noch nicht berücksichtigt und völlig offen: Notwendigen Sicherheitsaufwand für Tausende Polizisten und Soldaten, für permanente Luftraumüberwachung, für Straßensperren und Zugangskontrollen. Für die Olympiaabstimmung müssten daher die gesamten Kosten transparent gemacht werden, so Andrea Haselwanter-Schneider.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.