Kärnten
Landesregierung und Sozialpartner unterschreiben Regionalitäts-Charta

Die "1. Kärntner Regionalitäts-Charta zur Verwendung regionaler Lebensmittel" wurde heute durch die Mitglieder der Landesregierung, die Sozialpartner und die Vertreter des Städte- und Gemeindebundes unterzeichnet
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  • Die "1. Kärntner Regionalitäts-Charta zur Verwendung regionaler Lebensmittel" wurde heute durch die Mitglieder der Landesregierung, die Sozialpartner und die Vertreter des Städte- und Gemeindebundes unterzeichnet
  • Foto: LPD Kärnten/Just
  • hochgeladen von Kathrin Hehn

In der gemeinsamen Regierungssitzung mit den Sozialpartnern wurde heute die "1. Kärntner Regionalitäts-Charta zur Verwendung regionaler Lebensmittel" unterzeichnet.

KÄRNTEN. Bereits 40 Prozent der Kärntner Bevölkerung nehmen ihre tägliche Hauptmahlzeit außer Haus ein. Mit der Regionalitäts-Charta soll nun heimischen Produkten der Weg in Kärntens Großküchen erleichtert und ihnen so der Vorzug gegenüber Billigimporten gegeben werden.

Regionalität in Großküchen

Die Basis der Charta bildet ein Kriterienkatalog, der beispielsweise die Einhaltung der österreichischen Tierhalteverordnung, Gentechnikfreiheit und Herkunftssiegel berücksichtigt. So sollen gesunde Ernährung, die heimische Landwirtschaft und regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt und gefördert werden.

Der Kritierenkatalog gilt für Milch und Milchprodukte, Frischfleisch, verarbeitete Fleisch- und Wurstwaren, Eier und Eierprodukte, Obst und Gemüse sowie Apfelsaft. Die Beschaffungsrichtlinien wurden ebenfalls angepasst und lassen Ausschreibungen nach dem Bestbieterprinzip zu.

Weitere Grundsätze

50 Prozent der Zuschlagkriterien soll künftig die Qualität ausmachen. Zudem sollen die saisonale Verfügbarkeit und die Stärken regionaler Unternehmen berücksichtigt werden. Damit auch kleinere Unternehmen die Chance an Ausschreibungen teilzunehmen, sollen möglichst keine Lose ausgeschrieben werden.
Um außerdem einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten, soll Plastikmüll weitgehend vermieden und auch Lebensmittelabfälle so gering wie möglich gehalten werden. 

"Großes Zeichen der Wertschätzung"

Die Landwirtschaftskammer Kärnten freut sich über die Unterzeichnung der Charta und die damit einhergehende Bereitschaft zum Einsatz heimischer Lebensmittel. "Das ist ein großes Zeichen der Wertschätzung für die bäuerliche Arbeit und unsere bäuerlichen Produkte", betont LK-Präsident Johann Mößler.
Erfreulich ist auch, dass mit der Charta der Anteil von Bio-Produkten in öffentlichen Küchen gesteigert werden soll. Sollte die Charta konsequent umgesetzt werden, erwartet sich Mößler auch eine Stärkung der Marktposition heimischer Betriebe.

Die "1. Kärntner Regionalitäts-Charta zur Verwendung regionaler Lebensmittel" wurde heute durch die Mitglieder der Landesregierung, die Sozialpartner und die Vertreter des Städte- und Gemeindebundes unterzeichnet

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