Notfallplan
Risiko bei Kärntner Seedruckleitungen reduzieren

Für den Ossiacher See gibt es schon einen Notfallplan, wenn bei einer Seedruckleitung etwas passiert
  • Für den Ossiacher See gibt es schon einen Notfallplan, wenn bei einer Seedruckleitung etwas passiert
  • Foto: Alfred Glanzer
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Was, wenn eine Seedruckleitung Probleme macht? Dafür gibt es jetzt einen Muster-Notfallplan, erstellt vom Wasserverband Ossiacher See.

KÄRNTEN. Heute wurde der Notfallplan für Seedruckleitungen präsentiert. Die Annahme: Eine Abwasser-Druckleitung in einem Kärntner See bekommt ein Leck, Abwasser wird frei. Das kann sich auf die Hygiene auswirken, auch wenn Experten meinen, die Auswirkungen wären "überschaubar". 

Ein Rückblick

Schon 2015 wurde im Auftrag des zuständigen Ministeriums eine Risikobewertung von Druckleitungen der Siedlungswasserwirtschaft in österreichischen Seen erarbeitet. Federführend verantwortlich waren die Uni für Bodenkultur Wien und das Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften, geholfen haben auch die Fachabteilungen der betroffenen Länder bzw. die Betreiber von Seedruckleitungen. Die Studie haben auch die Länder Kärnten, Oberösterreich und Salzburg mitfinanziert.
Seedruckleitungen gibt es seit den 70er-Jahren – über 72,5 Kilometer davon verfügen zusammen Pressegger See, Keutschacher See, Wörthersee, Ossiacher See, Weißensee, Faaker See und Millstätter See.

Muster-Notfallplan

Also sind die Leitungen mittlerweile sehr in die Jahre gekommen. Aufgrund der erwähnten Studie wurde der Wasserverband Ossiacher See mit dem Pilotprojekt "Muster-Notfallplan" beauftragt. Dieser wird nun an die Betreiber von Seedruckleitungen als Leitfaden zur Erstellung eigener Notfallpläne übergeben. 

Risiko reduziert

Der Notfallplan beinhaltet auch einen Verständigungsplan, um im Ernstfall das Zusammenspiel aller Organisationseinheiten zu optimieren. Der zuständige Referent für Wasserwirtschaft Daniel Fellner ist beruhigt: "Mit dem vorliegenden Notfallplan, der eine perfekte Vorlage für alle Betreiber darstellt, wird das Risiko von Seedruckleitungen in den Kärntner Seen noch einmal wesentlich reduziert werden."

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