Fieberbrunn, Sicherheit
Hochwasserschutz in Fieberbrunn wird konkreter

- Planen am Fieberbrunner Hochwasserschutz.
- Foto: Kogler
- hochgeladen von Klaus Kogler
Neue Weichen für Hochwasserschutz gestellt; Studie für Retentionsraum „Eiserne Hand“; Mauern müssen erhöht werden.
FIEBERBRUNN. Im September 2019 wurde in Fieberbrunn erstmals eine Studie zum Hochwasserschutz und zu möglichen Retentionsräumen erstellt.
“Bei allen Hochwasserschutzprojekten ist entscheidend, dass die unterliegende Gemeinde, in unserem Fall St. Johann, nicht schlechter gestellt wird, das heißt, sie darf durch unsere Verbauungsmaßnahmen nicht stärker vom Hochwasser betroffen sein",
erklärt Bgm. Walter Astner.
Nach Verzögerungen durch die Corona-Pandemie und einem heftigen Unwetter im Jahr 2022 fand die Gemeinde auch Gehör für einen besseren Schutz der Gebiete Hördlingergraben und Spielbergberggraben samt dem anschließenden Ortsgebiet.
Dafür ging die Gemeinde in Vorleistung und gab eine Studie in Auftrag, die
den Retentionsraum „Eiserne Hand“ vorschlug und untersuchte.
Neuer Retentionsraum
Seitdem wurden umfangreiche Planungen und Abstimmungen mit Grundeigentümern und dem Land Tirol durchgeführt.
“Ich bin sehr froh, dass wir das geschafft haben, denn mit der Ausgangsstudie von 2019 waren wir nicht ganz glücklich. Wir sind nun einen großen Schritt weiter“,
so Astner.
Der geplante Retentionsraum „Eiserne Hand“ hat ein Volumen von rund 95.000 Kubikmetern, eine Abflussdrosselung von 90 bis 95 Kubikmetern pro Sekunde sowie eine Überflutungsfläche von ca. 32.000 Quadratmetern. Der Gemeinderat sprach sich
einstimmig für die angestrebten Änderungen des generellen Hochwasserschutzprojektes auch unter Einbeziehung von möglichen Flächen im Pletzergraben aus.
Mit dieser Zustimmung kann nun weiter an dem Hochwasserschutzprojekt und der Einreichplanung gearbeitet werden.
Mauern erhöhen
Auch mit der neuen Retentionsfläche sind Brücken- und Achenmauererhöhungen notwendig, jedoch auf niedrigerem Niveau, ebenso Brückenanhebungen.
GR Wolfgang Schwaiger wies darauf hin, dass selbst eine Mauererhöhung um 50 Zentimeter das Ortsbild massiv verändern wird:
”Ich plädiere dafür, dass man hier auf eine ansprechende Gestaltung achtet. Man könnte aber auch die Chance nutzen, etwas zu bauen, das zum Ort passt."
Die Gesamtkosten für den Hochwasserschutz in Fieberbrunn belaufen sich laut Grobschätzungen des Landes auf rund 9,4 Millionen Euro brutto. Die Gemeinde muss 10 bis 15 Prozent davon tragen. Das Land geht von einem frühestmöglichen Umsetzungszeitraum ab dem Jahr 2028 aus, wobei abschnittsweise gebaut werden könnte.
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