Generali Open & Co.
Lärmbeschwerden rund um Veranstaltungen sorgen für Unmut
- Anrainerinnen und Anrainer beklagen die hohe Lautstärke bei den Veranstaltungen im Tennissstadion in Kitzbühel.
- Foto: pexels / Thắng-Nhật Trần
- hochgeladen von Johanna Bamberger
Anrainerinnen und Anrainer in Kitzbühel beschweren sich über hohen Lärmpegel beim Generali Open, beim Konzert von Andreas Gabalier usw.
KITZBÜHEL. Nachdem in Kitzbühel erstmals seit 1993 wieder ein Damenturnier beim Generali Open in Kitzbühel ausgetragen wurde (MeinBezirk berichtete), ging Ende Juli auch das Herren-Turnier im Kitzbüheler Tennisstadion über die Bühne (wir berichteten).
Anrainer beklagen sich über Lärmbelästigung
Tausende Fans feierten mit den Athletinnen und Athleten und den Besucherinnen und Besuchern wurde ein umfassendes Rahmenprogramm geboten. Doch nicht alle erfreuten sich an der ausgelassenen Stimmung beim Generali Open. Die MeinBezirk-Redaktion erreichte ein Leserbrief, in dem der Anrainer Markus Korn seinen Unmut über die lautstarken Turniertage kundtat: "Stimmungsmache im Stadion gehört dazu, was nicht dazugehört ist, die Party mit DJ im Anschluss der Spiele. Die ganze Woche und speziell am Freitag und Samstag mit extremer Lärmbelästigung. Fünf Tage Lärmterror ohne die Möglichkeit am Abend ein wenig Ruhe zu bekommen. Freitags und samstags durch den frühen Spielschluss noch um ein Drittel lauter als unter der Woche. Erst nach einem Anruf bei der Polizei war es möglich, die Lautstärke etwas zu drosseln", so Korn, in seinem Offenen Brief, der auch auf MeinBezirk.at veröffentlicht wurde.
Weiters erhielt die MeinBezirk-Redaktion einen Anruf einer Kitzbühelerin (Name der Redaktion bekannt), die sich über die Lärmbelästigung während der Turniertage beklagte. Es sei nicht möglich, während der Turniertage einen ruhigen Abend zu verbringen und an Schlaf sei nicht zu denken, so die Leserin am Telefon.
Musik und Entertainment als Teil des Konzepts
Auf Nachfrage der MeinBezirk-Redaktion bei den Veranstaltern des Generali Open nahm man zur Lautstärke beim Generali Open Stellung: "Wir nehmen die Rückmeldungen von Anrainerinnen und Anrainern selbstverständlich ernst und bitten um Verständnis dafür, dass eine Großveranstaltung wie das Generali Open Kitzbühel während der Turnierwoche auch über das Stadion hinaus wahrnehmbar ist. Das Generali Open ist seit Jahrzehnten ein bedeutender Bestandteil des Kitzbüheler Veranstaltungskalenders und verbindet internationalen Spitzensport mit einem entsprechenden Rahmenprogramm für die Besucherinnen und Besucher. Musik und Entertainment im Stadion sind dabei Teil des Veranstaltungskonzepts, selbstverständlich jedoch immer unter Einhaltung der behördlichen Vorgaben und genehmigten Veranstaltungszeiten", so die Veranstalter.
"Hinweisen auf eine als zu hoch empfundene Lautstärke gehen wir nach und nehmen diese auch zum Anlass, die Abläufe und Einstellungen gemeinsam mit den zuständigen Partnern nochmals zu überprüfen. Unser Anspruch ist es, einerseits den tausenden Besucherinnen und Besuchern ein attraktives Veranstaltungserlebnis zu bieten und andererseits die Interessen der Anrainerinnen und Anrainer bestmöglich zu berücksichtigen",
heißt es in dem Schreiben weiter.
"Eine Gratwanderung"
Doch nicht nur das Tennisturnier sei manchen Anrainerinnen und Anrainern zu laut. Auch weitere Veranstaltungen wie der Schlagerboom oder das Musikfestival (Andreas Gabalier) sorgen demnach für Unmut. Die MeinBezirk-Redaktion sprach darüber mit Thomas Rass, Geschäftsführer der Eventmanagement-Firma Rass & Dorner, die unter das Musikfestival uvm. veranstaltet: "Wir haben ein buntes Veranstaltungsprogramm zur Auswahl, unter anderem auch Kabarettabende, bei denen nur gesprochen wird. Da ist die Möglichkeit eher gering, dass es zu einer Lärmbelästigung kommt. Bei Konzerten haben wir unsere Soundchecks und Auftritte klar definiert, sodass es zu möglichst wenig Lärm kommt", informiert Rass. Eine Veranstaltung dieser Größenordnung sei laut Rass immer eine Gratwanderung: "Man kann es niemandem zu 100 Prozent recht machen: Tut man etwas, wird gejammert – tut man nichts, wird genauso gejammert. Sollten sich die Beschwerden in Zukunft häufen, müssen wir uns überlegen, ob wir solche Veranstaltungen noch anbieten können", schließt Rass.
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