Generali Open 2026, ATP-250 - mit Umfrage
Erster französischer Sieg bei Kitzbüheler ATP-Turnier
- Sektdusche nach dem Finale: Bublik & Halys.
- Foto: A. Scheuber
- hochgeladen von Klaus Kogler
Nach dem Damenturnier lief das Generali Open Kitzbühel 2026; vier Österreicher im Hauptbewerb; Titelverteidiger war (neue) Nr. 1.; Rodionov war im Achtelfinale letzter Österreicher im Bewerb. Halys schlägt Bublik im Finale; Miedler zum 3. Mal im Doppel Finalsieger.
KITZBÜHEL. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Damen-WTA-125er-Turniers läuft das heurige Generali Open (ATP-250) auf der Kitzbüheler Tennisanlage.
Drei Österreicher – Sebastian Ofner, Joel Schwärzler, Lukas Neumayer – sind per Wildcard im Hauptbewerb, mit Juri Rodionov schaffte es ein weiterer rot-weiß-roter Spieler über die Qualifikation in die Hauptrunde. Insgesamt spielten vier Österreicher in der Quali (Sandro Kopp, Niklas Waldner, Nico Hipfl und Rodionov).
Nach der Absage des top-gesetzten Flavio Cobolli startete Turnierfavorit und Titelverteidiger Alexander Budlik mit einem Freilos ins Turnier.
Keine leichten Aufgaben gab es in der 1. Hauptrunde für Ofner (Dienstag) und Neumayer, Schwärzler traf im Österreicher-Duell auf Qualifikant Rodionov.
Nico Hipfl (OÖ, Wels) und Sandro Kopp (T, Kramsach) starten mit einer Wildcard in den Doppelbewerb.
Jurij Rodionov setzte sich im rot-weiß-roten Erstrunden-Duell gegen Joel Schwärzler durch und erreichte zum zweiten Mal das Achtelfinale des Generali Open. Lukas Neumayer lieferte dem deutschen Yannick Hanfmann einen harten Kampf, musste sich jedoch in zwei Sätzen geschlagen geben.
Ofner out in Runde 1
Österreichs Nummer eins Sebastian Ofner unterlag bei seinem Turnierauftakt dem Slowaken Alex Molcan in zwei Sätzen. Die Hoffnungen aus heimischer Sicht liegen nun auf Jurij Rodionov, der am Mittwoch auf Tomás Martín Etcheverry treffen wird. Der Mittwoch ist traditionell auch jener Tag, an dem die Top gesetzten ins Turniergeschehen eingreifen – darunter Titelverteidiger Alexander Bublik.
Am Dienstag siegte im Duell der Kitzbühel-Sieger Sebastián Báez gegen Miomir Kecmanovic. Ins Achtelfinale zogen insgesamt drei deutsche Spieler ein (J. Hanfmann, J.-L. Struff, D. Altmaier).
Als letzter Österreicher im Feld schied Jurij Rodionov nach hartem Kampf im Achtelfinale am Mittwoch gegen die Nr. 4, Tomás Martin Etcheverry, aus. Die heimischen Hoffnungen lagen damit im Doppel, in dem Lukas Neumayer/Joel Schwärzler die Farben hochhielten. Auch Lucas Miedler war mit Marc Polmans (AUS) noch im Bewerb.
Semifinalspiele fixiert
Am Donnerstag war bei den Viertelfinalspielen der Center Court erstmals ausverkauft. Yannik Hanfmann (D) setzte seien Erfolglauf fort und kämpft am Freitag gegen Quentin Halys um den Finaleinzug. Im zweiten Halbfinale fordert Tomás Martín Etcheverry den topgesetzten Alexander Bublik.
Lucas Miedler und Marc Polmans (AUS) bejubelten im Doppel den Halfinal-Einzug, während für Lukas Neumayer/Joel Schwärzler im Viertelfinale das top gesetzte Duo Aus kam.
Am Freitag stürmten Titelverteidiger Alexander Bulik (KAZ) und Quentin Halys (FRA) ins Finale, ebenso Lucas Miedler (Ö) und Marc Polmans (AUS). Bublik setzte sich gegen Etcheverry durch, Halys nach hartem Kampf gegen Hanfmann.
Finale & Bilanz
Sechs französische Finalisten gab es in den vergangenen 43 Jahren der über 80-jährigen Turniergeschichte bereits, einen französischen Turniersieger jedoch noch nie – bis 2026: Quentin Halys feiert ausgerechnet gegen Titelverteidiger Alexander Bublik seinen ersten ATP-Titel. Auch aus heimischer Sicht gibt es Grund zum Jubeln: Lucas Miedler setzt sich gemeinsam mit seinem Partner Marc Polmans (AUS) im Doppel durch und feiert seinen dritten Titel in Kitzbühel.
Die Veranstalter des Generali Open ziehen nach der Premiere des WTA-125-Turniers und der 82. Auflage des ATP-250-Turniers ein äußerst positives Resümee. Rund 51.500 Besucherinnen und Besucher kamen während der Herren-Turnierwoche auf die Anlage. Von Donnerstag bis Samstag war der Center Court ausverkauft. Sportlicher Wermutstropfen war das frühe Ausscheiden der heimischen Einzelspieler.
"Es war eine große Party, die Stimmung war großartig",
so Turnierdirektor Alex Antonitsch.
Als großer Erfolg erwies sich das erstmals ausgetragene WTA-125-Turnier in der Woche vor dem ATP-Event (wir berichteten).
„Die enge Verbindung mit dem etablierten ATP-250-Turnier ist für das Damenturnier ein großer Vorteil. Es profitiert von den bestehenden Strukturen, der Infrastruktur und unserer langjährigen Erfahrung. Als eigenständige Veranstaltung wäre diese Qualität wirtschaftlich nur schwer darstellbar“,
erklärt GF Florian Zinnagl. Das Damen-Turnier soll langfristig bleiben und schrittweise weiterentwickelt werden.
Hartplatz?
Weitere Entwicklungsschritte beim Kitz-Turnier hängen nun eng mit der künftigen Gestaltung des internationalen Tenniskalenders zusammen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die europäische Sandplatzphase nach Wimbledon ab 2028 teilweise auf Hartplatz ausgetragen wird. Das würde auch Kitzbühel betreffen, man müsste den Belag wechseln (Hart- statt Sandplatz, Anm.).
„Es gibt eine klare Tendenz in Richtung Hartplatz während dieser beiden Sommerwochen. Das befürworten einige Veranstalter. Wir nehmen noch eine abwartende Haltung ein. Die Entscheidungen sollen voraussichtlich rund um die ATP Finals im November fallen. Wir sind auf sämtliche Szenarien vorbereitet“,
erklärt Antonitsch.
Setzliste, Top-4:
- 1. Alexander Bublik (Nr. 11 der Weltrangliste)
- 2. Valentin Vacherot (Nr. 21)
- 3. Arthur Rinderknech (Nr. 28)
- 4. Tomas M. Etchererry (Nr. 30)
Bericht Ladies Open
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