Am Markt bestehen

Die Almen bleiben ein Problem – Auszahlungen an Bauern sind noch immer gestoppt.
  • Die Almen bleiben ein Problem – Auszahlungen an Bauern sind noch immer gestoppt.
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BEZIRK (niko). Die Einigung der europäischen Agrarminister zur künftigen gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wurde verkündet. Das Ergebnis ist für Österreich positiv, viele nationale Anliegen wurden berücksichtigt. Vor allem die Umweltleistungen der heimischen Landwirtschaft werden anerkannt. Wermutstropfen ist das Minus von 2,8 % an Mitteln für die Landwirtschaft. „Hier gilt es auf einen nationalen Ausgleich hinzuarbeiten. Es ist nicht einzusehen warum die Bauern mehr Leistung für weniger Lohn erhalten sollen“, so Bauernbunddirektor Johannes Abentung. „Ziel der Reform ist es, die Landwirtschaft ökologischer zu machen. Österreich ist hier bereits seit Jahrzehnten Vorreiter. Besonders wichtig für uns in Österreich: die Umweltleistungen der Bauern können anerkannt werden. Das bedeutet ein Aufatmen für die Bergbauern."
Bezirksbauernobmann Josef Edenhauser freut, dass es auch weiterhin möglich sein wird, für extreme Bergbauernbetriebe eine ausreichende Leistungsabgeltung ausbezahlen zu können. Große Sorgen bereiten ihm derzeit die Almen. Noch immer sind die Auszahlungen an die Almbauern gestoppt. „Wir brauchen endlich eine Lösung. Es kann nicht sein, dass bis vor kurzem unsere Almbauern bei den Flächenangaben alles richtig gemacht haben. Jetzt soll alles anders sein und Sanktionen stehen im Raum. Das wäre für viele Betriebe existenzbedrohend."
Gemeinsam mit dem Obmann der Tirol-Milch, Stefan Lindner, betont er: „Kitzbühel ist ein Grünland-Bezirk mit Schwerpunkt Milch- und Almwirtschaft. Da braucht es starke Unterstützungen. Es muss auch im Sinne der Gesamtbevölkerung sein, dass unsere Almen funktionieren."
Lindner zur Situation am Milchmarkt: „Die Bauern erhalten nicht den Preis, den wir ihnen gerne zahlen würden. Der Druck in der Branche ist massiv. Wir müssen um alle Marktanteile kämpfen, um für die Bauern einen ordentlichen Preis zu erwirtschaften." Ziel aller Bauern sei es, am Markt zu bestehen. „Wir wollen ordentliche Produktpreise. Wir wissen aber: Die Leistungsabgeltungen der öffentlichen Hand sichern derzeit die Betriebe ab. Fernziel sind aber bessere Preise für heimische Lebensmittel, insbesondere bei Milchprodukten. Der Konsument hat die Macht beim täglichen Einkauf“, so Lindner.

Autor:

Klaus Kogler aus Kitzbühel

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