18.11.2016, 13:49 Uhr

5 Jahre Streit – jetzt baut die NHT in Reith

Bauplatzbesichtigung mit Bürgermeister Stefan Jöchl, NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner und Vizebürgermeister Josef Rehbichler (Foto: NHT/Vandory)
REITH (elis). Reith ist ein schönes Fleckchen Erde, Reith ist aber auch ein teueres Fleckchen Erde. Die Immobilienpreise in der Gemeinde schlagen sogar jene Kitzbühels.
„Es ist schwierig hier leistbaren Wohnraum zu schaffen. Aber die Nachfrage ist sehr groß. Seit mehr als 5 Jahren sind wir nun an einem Projekt der Neuen Heimat Tirol dran. Nun geht eine unendliche Geschichte zu Ende. Mit einem positiven Bescheid des Landesverwaltungsgerichts“, so Bgm. Stefan Jöchl.
Gemeinsam mit der NHT wird also demnächst im Ortsteil Bichlach eine Wohnanlage mit bis zu 40 objektgeförderten Miet- und Eigentumswohnungen errichtet.

Kritische Stimmen aus der Gemeinde

Das Projekt hat in den vergangenen Jahren zu hitzigen Debatten in der Gemeinde geführt. (Die BEZIRKSBLÄTTER haben berichtet.) Einige BürgerInnen befürchteten mit dem Bau der Zufahrt zu den neuen Wohnungen eine „schleichende“ Realisierung einer Umfahrung und damit eine Attraktivierung der Route über Reith für den überregionalen Nord-Süd-Durchzugs- und Transitverkehr.
NHT Geschäftsführer Hannes Gschwentner sieht das anders. „Das Thema leistbarer Wohnraum hat die Gemeinde vorbildlich aufgegriffen und dann wurden irrwitzige Gegenargumente gebracht“, so Gschwentner. Das letzte Wort wurde nun gesprochen. Das Projekt wird realisiert. Letztendlich hat der Landesverwaltungsgericht alle Einwände zurückgewiesen.

Der neue geförderte Wohnbau

Es sollen bis zu 40 Miet- und Eigentumswohnungen für Einheimische entstehen. „Wir werden uns intensiv bemühen, dass bereits im Jänner die Bagger auffahren können“, so der NHT-Geschäftsführer.
Die Pläne für das Wohnprojekt stammen vom Architekturbüro P3 in St. Johann. Auf dem 4.500 m² großen Grundstück sind zwei Baukörper und eine gemeinsame Tiefgarage für insgesamt 48 Abstellplätze vorgesehen. Die Kellerabteile, Technik-, Wasch- und Trockenraum sind im Untergeschoß angeordnet. Ein großzügiger Spielplatz ist ebenso in Planung. Darüber hinaus wird es weitere 34 Stellplätze im Freien geben.

Gemeinde besitzt Vorkaufsrecht

Die Wohnungen werden von der Gemeinde vergeben. Anfragen nach geförderten und leistbaren Wohnungen wurden über vergangenen Jahre gesammelt. Die 2, 3 und 4-Zimmer Wohnungen in der neuen Anlage sind objektgeförderte Wohnungen. Das bedeutet, dass Bewerber für diese Wohnungen förderwürdig sein müssen. "Außerdem", so Bgm. Jöchl, „besitzt die Gemeinde ein Vorkaufsrecht bei den Eigentumswohnungen. Damit können wir Spekulanten einen Riegel vorschieben. Denn das soll es nicht geben, dass die Wohnungen dann auf dem teuren privaten Markt landen.“

Zur Geschichte der Wohnanlage:
Umfahrungsgespenst in Diskussion
Entscheidung für Nord-Variante
Angst vor einer Umfahrung
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