16.06.2017, 10:03 Uhr

ÖBB: Bahnhof Kitzbühel wird zu Mobilitätsdrehscheibe

Bahnhof Kitzbühel: Eröffnung im September 2017 (Foto: ÖBB)

Mit kostenlosem Parken für Bahnfahrende, Kurzparkplätzen sowie einer Bus-Insel wird Reisen angenehmer und funktional.

KITZBÜHEL (red.). Kundenfreundlicher, klar strukturiert und modern soll sich nach dem 2012 komplett umgebauten Bahnhof in Zukunft auch der Bahnhofsvorplatz in Kitzbühel präsentieren. Dazu gehört die Errichtung einer 2.300 m2 großen, flächigen Park & Ride-Anlage, welche bereits seit März 2017 provisorisch benutzbar ist. Bis zum Ende der Bauarbeiten am Vorplatz werden die Busse noch dorthin umgeleitet, deshalb ist derzeit nur ein Teil der Stellplatzkapazität verfügbar; der Individualverkehr wird durch die immer nur kleinräumigen Sperren nicht behindert.

Die Benutzung der neuen Parkfläche mit 63 Stellplätzen (davon vier Plätze für Kunden mit Mobilitätseinschränkung) ist kostenlos und darf ausschließlich von Bahnkunden in Anspruch genommen werden; ein entsprechender Fahrscheinautomat befindet sich auf der Anlage.
Das Investitionsvolumen beträgt eine halbe Million Euro und wird zu 50 % von der ÖÖB Infrastruktur AG und zu jeweils 25 % vom Land Tirol und der Stadt Kitzbühel übernommen.

Moderner Vorplatz mit zentraler Bus-Insel

In der nun laufenden Bauphase wird der Vorplatz um 2 Mio. Euro neu gestaltet. Auf einer Fläche von 3.500 m2 wird eine zentrale Bus-Insel mit überdachten Bussteigen und neun Busstellplätzen errichtet. Der Innenbereich des Terminals wird mit gepflasterten Steinen, bepflanzten Bereichen und Sitzbänken gestaltet und mit einem Infosystem mit Echtzeitanzeige ausgestattet – die digitalen Fahrplananzeiger verfügen über eine Sprachfunktion, welche mittels Knopfdruck die nächsten ankommenden Busse ansagt. Eine weitere Hilfe für sehschwache Fahrgäste wird das in Zukunft auf dem gesamten Vorplatz herrschende taktile Leitsystem darstellen.

Trennung von öffentlichem und Individualverkehr

„Ein wesentliches Ziel dieser Umgestaltung ist die Entflechtung der bisher vermischten und ungeordneten Verkehrssysteme am Vorplatz“, erklärt Günter Oberhauser, Leiter Projektmanagement bei der ÖBB Infrastruktur AG.
Der Bereich für Taxis, Autos und Busse wird durch die klare Trennung von öffentlichem und Individualverkehr nun entwirrt. Dazu gehören auch ein eigener Taxibereich sowie sechs Kurzparkplätze und ein weiterer Stellplatz für Menschen mit Mobilitätseinschränkung. Auch diese Bereiche sind provisorisch bereits nutzbar, die Ausrüstung (Beleuchtung, Markierungen etc.) wird auf dem gesamten Vorplatz zusammen installiert werden.
„Die klare Trennung bringt den Reisenden eine spürbare Verbesserung. Die Wege werden kürzer, alles ist klar strukturiert und wesentlich kundenfreundlicher“, so Oberhauser.
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