20.03.2017, 10:51 Uhr

Hauser und Landertinger verabschieden sich aus dem WM-Winter 2017

Lisa Hauser sorgte am Holmenkollen für ihren achten Top-Ten-Platz in dieser Saison. (Foto: Nordic Focus)
BEZIRK KITZBÜHEL (red). Auf Weltcupebene ist der Heim-WM-Winter für Dominik Landertinger und Lisa Hauser mit dem Weltcupfinale in Oslo am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen. Beide konnten nochmals mit Topplatzierungen aufhorchen lassen. Lisa Hauser startete beim Verfolgungsrennen wieder eine ihrer berüchtigten Aufholjagden. Von der 22. Position nach dem Sprint des Vortages aus arbeitete sich die Reitherin, dank makelloser Schießleistung, auf Rang fünf vor: „Die ersten drei Runden habe ich mir echt schwer getan, da merkt man, dass es Richtung Saisonende geht. Zum Glück habe ich mich in der vierten und fünften Runde wieder etwas erfangen. Zum Schluss konnte ich sogar noch ein paar Kraftreserven mobilisieren und Olsbu auf Distanz halten, das war echt cool. Zum Schießen muss ich nicht viel sagen. Besser, als mit viermal null, kann man es nicht erwischen."

Damit geht für Lisa Hauser eine beachtliche Weltcupsaison mit acht Top-Ten-Platzierungen in Einzelbewerben, dazu einem zweiten Platz und einem Sieg mit der Single-Mixed-Staffel, zu Ende: „Für mich war der Winter einmalig. Ich habe einige Top-Ten-Platzierungen erreichen können, das war mein Ziel vor der Saison. Ich bin glücklich mit den Ergebnissen, auch wenn es zwischendrin mal nicht gelaufen ist. Besonders ärgerlich und als Wermutstropfen bleibt, dass es ausgerechnet bei der Heim-WM gar nicht laufen wollte. Ich war da irgendwie nicht ich selbst und konnte mit 50 Prozent Trefferquote im Liegendschießen gar nicht zufrieden sein. Aber ich bin jung und habe hoffentlich noch viele Weltmeisterschaften vor mir und da werde ich wieder angreifen“, zieht Hauser eine zufriedene Saisonbilanz.

Landertinger haarscharf am Podest vorbei

Einmal mehr nur haarscharf am Podest vorbei rutschte Dominik Landertinger mit Rang vier im Sprintrennen von Oslo, lediglich der Hauch von 0,2 Sekunden fehlten letztlich auf den drittplatzierten Russen Anton Shipulin. Während bei Shipulin alle zehn Scheiben fielen, blieb bei Landertinger die vorletzte stehen. Dank insgesamt zweitbester Laufzeit schaffte der Hochfilzener aber ein Spitzenergebnis: „Ich habe eigentlich ein perfektes Rennen erwischt. Schießtechnisch war es auch gut. Ich habe einen super Rhythmus gehabt und voll durchgezogen. Leider ist stehend ein Fehler passiert. Wenn man vorne hineinwill, muss man auch am Schießstand Risiko gehen. Ein Fehler im Sprint ist für einen Podestplatz meistens schon zuviel, auch wenn es natürlich verdammt knapp war."

Damit wurde es für Dominik Landertinger in dieser Saison erstmals seit vier Jahren nichts mit einer Podestplatzierung in einem Weltcup-Einzelrennen. Dementsprechend zwiespältig fällt beim Hochfilzener die Saisonbilanz aus: „Nach meiner Bandscheibenproblematik im Herbst war der Dezember besonders schwierig. Highlight war sicherlich die Heim-WM in Hochfilzen - die Atmosphäre, die vielen tausenden Fans, das perfekte Wetter, die perfekte Organisation und dann natürlich unsere Staffelbronzene als Krönung“, so Landertinger, für den es jetzt gilt, die Basis für eine erfolgreiche kommende Olympiasaison zu legen: „Läuferisch bin ich wieder in etwa da, wo ich hinwollte, beim Schießen gilt es konstanter zu werden.“

An Urlaub ist bei Dominik Landertinger und Lisa Hauser deshalb noch nicht zu denken. Noch bis April wird trainiert, getestet und auch noch der eine oder andere Wettkampf gelaufen. Am kommenden Wochenende stehen im WM-Stadion von Hochfilzen die Österreichischen Meisterschaften am Programm: Am Samstag fällt der Startschuss für das Sprintrennen ab 9.30 Uhr, am Sonntag startet die Verfolgung ebenfalls ab 9.30 Uhr.
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