Pilotprojekt
Gemeinde Brixlegg hofft auf "Community Nurse"

Mit etwas Glück bekommt Brixlegg schon bald eine Person, die als Gesundheitsdrehscheibe fungiert.
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  • Mit etwas Glück bekommt Brixlegg schon bald eine Person, die als Gesundheitsdrehscheibe fungiert.
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Die Gemeinde bewirbt sich für das Pilotprojekt "Community Nursing". Sollte man den Zuschlag erhalten, dann wird Pflegebedürftigen und Angehörigen ab Juli 2022 eine zentrale Anlaufstelle zur Verfügung stehen.

BRIXLEGG. In Brixlegg könnte bald eine zentrale Ansprechperson in Sachen Gesundheits- und Krankenpflege installiert werden, denn man hat sich für das vom Sozialministerium und von der EU geförderte Projekt "Community Nursing" beworben. Der Beschluss dazu wurde in der Gemeinderatssitzung am Dienstag, den 30. November einstimmig gefasst. Wie die Chancen auf die Genehmigung stehen, könne man nur schwer einschätzen, sagt Amtsleiter Jochen Troppmair. Österreichweit würden 150 Gemeinden das Pilotprojekt bewilligt bekommen. Da dabei auf die Verteilung zwischen den Bundesländern und Regionen geachtet werde, hänge also sehr viel von der Anzahl der Tiroler Bewerber ab. Man rechne aber damit, dass man im Jänner 2022 über die Entscheidung informiert werde.

Amtleiter Jochen Troppmair hat sich intensiv mit der Antragsvorbereitung auseinandergesetzt. Jetzt hofft er auf eine positive Antwort aus Wien.
  • Amtleiter Jochen Troppmair hat sich intensiv mit der Antragsvorbereitung auseinandergesetzt. Jetzt hofft er auf eine positive Antwort aus Wien.
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Eine Gesundheitsdrehscheibe für den Ort

Ziel sei es, eine Gesundheitsdrehscheibe zu entwickeln, die sich der Prävention, der niederschwelligen Beratung für Betroffene und Angehörige und der Vernetzung in der Gemeinde widmet. Mit bis zu 100.000 Euro könnte das Projekt gefördert werden. Wenn es so kommt, dann plant man ab 1. Juli 2022 eine Pflegefachkraft mit 32 Stunden pro Woche bis zum Projektende (31.12.2024) anzustellen. Der Gemeinderat hat bei der Sitzung ebenfalls einstimmig beschlossen, dass die Funktion der "Community Nurse" - falls man die Zusage erhält - von der Brixleggerin Martha Fuchs ausgeübt werden soll.

Zusammenarbeit forcieren

Zuerst werde man sich auf über 75-Jährige, die noch Zuhause leben, fokussieren. Diese Vorgabe komme vom Bund, so Troppmair. Somit möchte man die Lebensqualität der Betroffenen steigern und noch möglichst viele gesunde Lebensjahre in den eigenen vier Wänden herausholen. Zudem wird auch auf lokale Kooperationen gesetzt. Eine zukünftige "Community Nurse" hätte die Aufgabe, sich mit Partnern wie dem Sozial- und Gesundheitssprengel, den Bezirkskrankenhäusern, dem Entlastungsmanagement, dem Freiwilligenzentrum, dem Institut für integrierte Versorgung sowie mit umliegenden Ärzten und Therapeuten in Verbindung setzt.

"Hoffen wir, dass dieser Antrag von Erfolg gekrönt ist. Wenn wir den Zuschlag bekommen, dass wir eine Pilotgemeinde sein dürfen, dann bin ich überzeugt, dass das sehr gut funktionieren wird",

betont Bgm. Rudolf Puecher. 

Bgm. Rudolf Puecher ist zuversichtlich, dass die Bevölkerung die "Community Nurse" gut annehmen würde.
  • Bgm. Rudolf Puecher ist zuversichtlich, dass die Bevölkerung die "Community Nurse" gut annehmen würde.
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Grobe Planung

Sollte die zukünftige Pflegefachkraft tatsächlich ab Juli 2022 ihren Dienst antreten, dann wäre zuerst eine genaue Bestandsaufnahme vorzunehmen und auch ein Dokumentationssystem zu etablieren, so Troppmair. Anfang August sollte man eine Übersicht mit allen Leistungsempfängern haben, die konkreten Maßnahmen würden dann mit Ende September beginnen. In den 2,5 Jahren mit der "Community Nurse" habe man sich viel vorgenommen, so möchte man zum Beispiel auch regelmäßige Angehörigen-Treffs veranstalten, um den Austausch untereinander zu forcieren. (klau)

Mehr zur Gemeinde Brixlegg erfährst du hier.
Aktuelle Nachrichten aus dem Bezirk Kufstein gibt‘s hier.

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