Kundler Eishalle wird nach 20 Jahren um eine Million saniert

Bereits am Tag nach dem Saisonende in der Kundler Eishalle begannen die Sanierungarbeiten an der 20 Jahre alten Halle.
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  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

KUNDL (flo). Rund 11.500 Besucher verzeichnete die Kundler Eislaufhalle in der abgelaufenen Saison, welche am vergangenen Sonntag, den 12. März endete. Tags darauf begannen bereits die Sanierungsarbeiten, wird doch das Dach der fast 20 Jahre alte Halle erneuert und auch das Innenleben modernisiert. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund eine Million Euro.

Sanierung nach zwanzig Jahren
Erbaut wurde die Kundler Eishalle in den Jahren 1996/1997 für damals rund 56 Millionen Schilling (umgerechnet mehr als 4 Millionen Euro). Im Jahre 1998 wurde sie als zweite große Eislaufhalle im Bezirk Kufstein feierlich eröffnet. Bereits ein Jahr darauf mussten allerdings Nachbesserungsarbeiten durchgeführt werden, nachdem am 17. Februar 1999 ein Teil des Dachs aufgrund eines Konstruktionsfehlers unter der schweren Schneelast nachgab und einzustürzen drohte.
Im Jänner des vergangenen Jahres gab es schließlich erneut Probleme mit einem der sieben Träger auf der Südseite des Gebäudes und die Eishalle musste für zwei Wochen gesperrt werden um diesen mit Platten zu verstärken und die Stabilität wiederherzustellen. Nach einer gründlichen Inspektion wurde daraufhin von der Gemeinde beschlossen, die sieben Träger auf der Südseite sowie die gesamte Dachmembrane mit einer Fläche von rund 3.300 m2 auszutauschen. "Das Dach der Eishalle, besonders die Dachfolie hat viel länger gehalten als ursprünglich kalkuliert und um auch in Zukunft weiterhin einen einwandfreien Betrieb zu ermöglichen haben wir uns entschieden die Halle nach 20 Jahren zu sanieren", betont Bürgermeister Anton Hoflacher und fügt hinzu, dass durch die ökologische Dachmembrane auch viel Strom gespart werde, da sie lichtdurchlässig ist und deshalb das Tageslicht in die Halle gelangt. Somit könne der Betrieb unter Tag fast gänzlich ohne elektrisches Licht stattfinden.
Als erster Bauschritt werden die Tribüne sowie die Kabinen wasserdicht abgesichert und auch der Boden der Halle mit einer Fläche von rund 1800 m2 wird mit Schalltalfeln und Kanthölzern gesichert um den Quarzbelag und die darunterliegenden Kühlschlangen vor etwaigen herabstürzenden Objekten zu schützen. Danach wird die Dachmembrane abgezogen und die sieben Träger auf dem südseitigen Halbbogen ausgebaut und von der Kundler Firma Höck durch neue ersetzt. Die stabilen Träger auf der Nordseite bleiben bestehen. Anschließend wird von der bayrischen Firma "Koch Membranen GmbH" die neue Dachmembrane aufgebaut.

Innenleben wird erneuert
Im Inneren der Eishalle wird abschließend noch die gesamte Lichtanlage erneuert und zwei neue Kabinen für den Kundler Eishockeyverein "EHC Crocodiles" werden mittels Container an die bestehenden vier Kabinen angestückelt. Laut planung, soll der gesamte Außenumbau bis zum 7. Mai dieses Jahres, an welchem voraussichtlich die Badesaison im benachbarten Schwimmbad beginnt, abzuschließen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund eine Million Euro, wovon 800.000 Euro für den Außenumbau und 200.000 Euro für den Innenumbau einkalkuliert sind.
Die drei alten Gemeindehäuser am Sportplatzareal auf der Ostseite hinter der Eishalle sind bereits völlig geräumt. Die Bewohner sind bereits in die vor kurzem fertig gestellten Wohnungen der Neuen Heimat (NHT) am benachbarten Riedmann Areal umgezogen. Zuletzt waren von den 29 Wohnungen der alten Gemeindehäuser nur noch 26 bewohnt. Die drei alten Gebäude sind bereits an die ÖBB verkauft. Sie werden von dieser voraussichtlich im heurigen September abgerissen, um der geplanten Unterinntal Trasse nicht im Weg zu stehen. Inwiefern die sehr nahe an den Bahngleisen gelegene Kundler Eishalle vom Bau der Unterinntal Trasse betroffen ist, steht noch nicht fest.

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