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Wörgler Schüler setzen starke Zeichen gegen Gewalt – mit Video

Rund neunzig Schüler der BFW setzten in Wörgl unter anderem mit dem Tanz "Break the Chain" ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.
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  • Rund neunzig Schüler der BFW setzten in Wörgl unter anderem mit dem Tanz "Break the Chain" ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.
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Mit zahlreichen Projekten setzten rund neunzig Schüler der BFW und ALW beim Projektabend in Wörgl ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. 

WÖRGL (bfl). Im Rahmen der internationalen Kampagne der Vereinten Nationen "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" finden seit 25. November auf der ganzen Welt eine Unmenge an verschiedenen Aktionen zum Thema statt. Ein besonders starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzten rund neunzig Schüler der Bundesfachschule für wirtschaftliche Berufe Wörgl (BFW) und des Aufbaulehrgangs (ALW) am Mittwoch, den 27. November. Sie luden zum Projektabend "16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen" in die Räumlichkeiten der BFW ein und zeigten die Ergebnisse ihrer Arbeiten zu dem Thema.

Projekte gegen Gewalt an Frauen

Dem Abend waren wochenlange Vorbereitungen vorausgegangen. Seit Schulbeginn setzten sich die Schüler der drei Aufbaulehrgänge sowie eine Klasse der BFW intensiv mit dem Thema auseinander. Sie nutzten den Aktionszeitraum, um die entstandenen Projekte zu präsentieren und starteten mit einer Lichtprojektion und dem Kurzfilm „One Billion Rising“ auf der Außenfassade des Schulgebäudes in den Abend. "Die Schüler bringen mit der Lichtinstallation 16 Tage lang Helligkeit ins Dunkel der Gewalt", sagte Schulleiterin Helga Dobler-Fuchs. 
Darauf folgte der Tanz "Break the Chain" (zu deutsch: "Zerbrich die Kette"), den Schüler und Lehrer der BFW/AL gemeinsam aufführten – ein Ausdruck des Ausbruchs aus der Kette der Gewalt und des Schweigens. Im Inneren der Schule folgte eine Kurzvorstellung der Schüler-Projekte. Darunter auch die Projektionen zum Thema Gewalt. Sie werden bis 10. Dezember täglich auf die Außenfassade projiziert werden. Im Projekt "Frauen stark für Frauen" entwarfen Schülerinnen ein Logo und backten "Stärkungskekse", die sie am 27. November gemeinsam mit Postkarten verkauften. Der Gesamterlös kommt der Frauen– und Mädchenberatungsstelle Evita Kufstein zugute, welche auch Kooperationspartner ist. 
Darüber hinaus fertigten Schüler gemeinsam mit den Künstlerinnen Helga Schiegl und Maria Berktold Gemälde und Skulpturen zum Thema an. Eine Wanderausstellung zum Themenkreis Gewalt lieferte Informationen, Fakten und Lösungsansätze für betroffene Frauen und Mädchen.

Experte hielt Vortrag zum Thema

Der österreichische Kinder- und Jugendpsychiater Max Friedrich Griff das Thema Gewalt an Frauen und Mädchen im Anschluss in seinem Vortrag "Gewalt nimmt zu???” auf. Friedrich fungierte von 1993 bis Oktober 2013 als Vorstand der Wiener Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters und setzte sich für den Ausbau der Wiener Kinder- und Jugendpsychiatrie ein. Seit 1984 ist er gerichtlich beeideter und zertifizierter Sachverständiger für Neurologie, Psychiatrie und Kinderpsychiatrie.
In seinem Vortrag legte der den Fokus auf Missbrauchsprävention und dem Schutz vor Gewalt. Vor allem beim Thema Missbrauch von Kindern mahnte er zur Vorsicht. Erwachsene würden hier oftmals zur Verleugnung neigen, sei dies aus Angst oder Scham. "Es fehlt an Wahrnehmungsbereitschaft bei den Erwachsenen", sagt Friedrich. Er bot neben einem Einblick in die Thematik viele Erkenntnisse und Lösungsansätze.

Mehr Beiträge zum Thema 16 Tage gegen Gewalt finden Sie hier.
Aktuelle Nachrichten aus dem Bezirk Kufstein finden Sie hier.

Autor:

Barbara Fluckinger aus Kufstein

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