Wilder Kaiser führt Mitarbeitervorteilsprogramm ein

Vertreter des "Clubs der attraktivsten Arbeitgeber" mit Lukas Krösslhuber (5.v.r.) und Katie Tropper (4.v.r.) freuen sich über das neue "StaffProgramm".
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  • Vertreter des "Clubs der attraktivsten Arbeitgeber" mit Lukas Krösslhuber (5.v.r.) und Katie Tropper (4.v.r.) freuen sich über das neue "StaffProgramm".
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

ELLMAU (bfl). Der Tourismusverband Wilder Kaiser stellte kürzlich sein neues Projekt "Club der attraktivsten Arbeitgeber" am Kaiserhof in Ellmau vor. Dabei handelt es sich um ein "Employer Branding Projekt" für die gesamte Region Wilder Kaiser, bei dem Tourismusmitarbeiter dank der neuen "StaffCard" gratis Mitarbeiterprogramme nutzen können. Ziel ist es, als Region den Ruf eines besonders attraktiven Arbeitgebers für Tourismusmitarbeiter zu erlangen und so eine Art "Arbeitgebermarke" zu schaffen.
Das Projekt ist einzigartig und findet innerhalb Österreichs sonst nur in Salzburg in kleinerem Umfang statt. Entwickelt wurde es von der Region Wilder Kaiser und den elf Mitgliederbetrieben des "Clubs der attraktivsten Arbeitgeber".

Umsetzung aus Projekt zur "Lebensqualität"

Es ist dies mitunter ein Resultat aus dem im Jahr 2017 durchgeführten Projekt "Lebensqualität am Wilden Kaiser“, bei dem Einheimische und Touristiker gemeinsam fünf wichtige Themenfelder erarbeiteten. Einer der finalisierten Themenbereiche war auch die Verbesserung des Stellenwertes und der Rahmenbedingungen touristischer Arbeitsplätze für Einheimische und Saisonmitarbeiter. Hier widmete man sich ganz bewusst zwei Sichtweisen, sagt Lukas Krösslhuber, Geschäftsführer des TVB Wilder Kaiser. Einerseits berücksichtigte man die Arbeitgebersicht, andererseits jene der Arbeitnehmer und der Einheimischen, die sich einen Job wünschen, der vor der Haustüre ist. "Wir haben gesagt, wir gehen dieses Thema von beiden Seiten an und haben dann ein Förderprojekt aufgesetzt", sagt Krösslhuber.
Letztendlich habe man sich im TVB entschlossen, dies gemeinsam mit willigen, engagierten Touristikern umzusetzten und den "Club der attraktivsten Arbeitgeber" zu gründen.

Neue StaffCard und Vorteile für Mitarbeiter

Konkret handelt es sich bei dem "Club" um einen Zusammenschluss von derzeit elf Tourismusbetrieben aus der Region, wobei hier von der Schischule bis zum Hotel unterschiedlichste Betriebe vertreten sind. Die ersten Maßnahmen des Clubs sind die „StaffCard“ und das neue Mitarbeiterprogramm im heurigen Sommer, das in den vier Orten der Region Ellmau, Going, Scheffau und Söll von allen Mitarbeitern in der Tourismusbranche genützt werden kann.
"Mit der 'StaffCard' sind sämtliche Leistungen und Angebote, die im Mitarbeiterprogramm aufgeführt sind – von der Segway-Tour über Mountainbiken und Yoga – kostenlos", sagt Projektleiterin Katie Tropper. Die Zeiten im Programm sind dabei den Mitarbeiterzeiten angepasst. Insgesamt gibt es 25 wöchentliche Gratis-Programmpunkte und dreißig Bonusprogramme, bei denen der Mitarbeiter mit der „StaffCard“ Vergünstigungen bei Leistungen wie beispielsweise Badeseen, Geschäften oder Ausflugszielen bekommt. "Wir haben das Angebot möglichst breit gefächert, sodass auch der Spaßfaktor und der soziale Austausch untereinander nicht zu kurz kommen", so TVB-Geschäftsführer Lukas Krösslhuber.
Finanziert wird das Mitarbeiterangebot aus dem dem Leaderprojekt "Personal Regional", das vom Land Tirol und Leader Ländliche Entwicklung 2014-2020 mit 270.000 Euro über die nächsten drei Jahre gefördert wird.

Gemeinsame Charta soll folgen

Letztendlich wollen die Projektbeteiligten aber noch einen Schritt weiter gehen. "Im Augenblick wird eine gemeinsame Charta ausgearbeitet. Sie beinhaltet die Philosophie des Clubs die auf Fairness und Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitarbeitern beruht, sowie einen Kriterienkatalog für die Mitgliedschaft", erklärt Projektmanagerin Katie Tropper. Zusätzlich sollen laufende Workshops und Schulungen für Arbeitgeber im Tourismus eine angenehme Arbeitgeberkultur schaffen.
"Ich glaube nicht, dass wir aus der Not heraus handeln", sagt Bianca Lampert vom Hotel Kaiserhof in Ellmau, das einer der elf teilnehmenden Betriebe ist. Es gehe beim Projekt nicht um eine Gegenmaßnahme zu einem akuten Mangel im Tourismus in der Region, sondern um eine Attraktivierung von Tourismusberufen über lange Sicht.
"Wir müssen realistisch sein und unser Projekt langfristig sehen. Natürlich wird es einige Zeit brauchen, bis unsere gemeinsamen Bemühungen Wirkung zeigen", sind sich die Projektverantwortlichen einig.

Mehr dazu auf www.wilderkaiser.info/staff.

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