Projektentwicklung
St. Anton am Arlberg plant mittelfristig ein Ärztehaus

Derzeit laufen die Umbauarbeiten für die neue Arztpraxis in St. Anton am Arlberg: Dr. Helene Mall (Mi.) mit Katharina Spiss, Dr. Ulrike Owegeser, Katharina Ortner und Thomas Juen (v.l.).
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  • Derzeit laufen die Umbauarbeiten für die neue Arztpraxis in St. Anton am Arlberg: Dr. Helene Mall (Mi.) mit Katharina Spiss, Dr. Ulrike Owegeser, Katharina Ortner und Thomas Juen (v.l.).
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ST. ANTON (otko). Dr. Helene Mall übernimmt ab 1. Jänner 2021 die freie Kassenarztstelle in St. Anton am Arlberg. Für ihre Ordination wird derzeit die ehemalige Flüchtlingsunterkunft beim Bahnhof adaptiert. Mittelfristig soll dort ein Ärztehaus entstehen.

Neue Kassenärztin

Während sich in anderen Orten die Suche nach Kassenärzten durchaus als schwierig erweist, hat die Gemeinde St. Anton am Arlberg Glück. In der Tourismusgemeinde gab es sogar mehrere Bewerber für eine freie Kassenarztstelle. Da es mit 70 Jahren ein gesetzliches Pensionsalter für Ärzte mit einem Kassenvertrag gibt, wird Dr. Josef Knierzinger altersbedingt künftig nur mehr als Wahlarzt tätig sein. Er bliebt weiterhin in seiner bisherigen Ordination, die sich im Eigentum der Gemeinde befindet. Nach einer Ausschreibung wurde die freie Kassenarztstelle von der Ärztekammer mit Anfang 2021an Dr. Helene Mall  vergeben. Da die Räumlichkeiten von Dr. Knierzinger nicht zur Verfügung stehen, wird ihre neue Praxis in der Bahnhofstraße 5 situiert sein. Diese ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln und fußläufig erreichbar. Vor Ort sind auch Parkplätze vorhanden.

Dr. Helene Mall übernimmt mit 1. Jänner 2021 die freie Kassenarzstelle in St. Anton am Arlberg.
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Derzeit wird die ehemalige Flüchtlingsunterkunft, die sich im Besitz des Landes Tirol befindet,  dafür adaptiert. "Der Umbau ist schon ziemlich fertig. Am 1. Jänner beginne ich hier als Kassenärztin", so Helene Mall, die fünf MitarbeiterInnen beschäftigt. Das Leistungsspektrum umfasst neben der ganzen Allgemeinmedizin unter anderem auch Vorsorgeuntersuchungen, Mutter-Kind-Pass, alle internistischen Untersuchungen, Primärversorgung für Unfallchirurgie, Röntgen, Ultraschall/EKG sowie Labordiagnostik. Auch eine eigene Corona-Schleuse wird eingerichtet.

Derzeit laufen die Umbauarbeiten für die neue Arztpraxis in St. Anton am Arlberg: Dr. Helene Mall (Mi.) mit Katharina Spiss, Dr. Ulrike Owegeser, Katharina Ortner und Thomas Juen (v.l.).
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Vorleistung für Ärztehaus

Unabhängig davon werden in St. Anton am Arlberg auch schon vor der Corona-Pandemie Pläne für ein Ärztehaus verfolgt. "Schon vor der Vergabe der Kassenarztstelle an Dr. Helene Mall gab es diese Gedanken. Auf mittlerer Sicht soll solch ein Projekt umgesetzt werden. Der notwendige Grundsatzbeschluss für eine Projektentwicklung wurde vom Gemeinderat am 10. September gefasst", informiert Amtsleiter Wolfgang Jörg. Auch eine Grundsatzvereinbarung mit der Neuen Heimat Tirol wurde bereits getroffen. "Als Vorausleistung für ein Baurecht werden derzeit die ehemaligen Asylunterkünfte als Übergangslösung für die Praxis von Dr. Mall vom gemeinnützigen Bauträger adaptiert. Die Gemeinde kostet das vorweg nichts. Die Einrichtungs- und Mietkosten werden natürlich von Dr. Mall getragen", verweist Jörg. Es gebe zwischenzeitlich entsprechende Beschlüsse mit dem Land Tirol für den Umbau sowie mit der Neuen Heimat Tirol für die Übernahme der Vorleistungen. Beim Vertrag mit Dr. Mall seien die Eckdaten bereits abgesegnet worden und es laufe die Finalisierung.

Das ehemalige Asylantenheim in Bahnhöfsnähe wird derzeit als Arztpraxis adaptiert.
  • Das ehemalige Asylantenheim in Bahnhöfsnähe wird derzeit als Arztpraxis adaptiert.
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Multifunktionales Gebäude

Mittlerweile wurde auch eine Projektentwicklungsgruppe installiert. Erste Gespräche für eine Umsetzung eines Ärztehauses in zwei bis drei Jahren sollen im Dezember erfolgen. Auf den rund 8.000 Quadratmetern gemeindeeigenen Grund soll mittels Baurecht ein multifunktionales Objekt mit zwei bis drei Ordinationen, einer Tiefgarage, Wohnungen, Vereinsräumlichkeiten sowie eventuell Räumlichkeiten für das Rote Kreuz entstehen. "Für die Gemeinde wäre dies eine interessante und gute Geschichte, die raumplanerisch neue Strukturen bringt. Solch ein Ärztehaus an diesem Standort in Bahnhofsnähe würde auch zu einer innerörtlichen Verkehrsentlastung beitragen. Die Leute können zu Fuß hingehen oder mit dem Auto kommen. Auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist dort hervorragend. Zudem wäre mit der Umsetzung auch eine Entzerrung von gewissen Eigentumsverhältnissen möglich", betont der Amtsleiter.
Für Bürgermeister Helmut Mall ist die ärztliche Grundversorgung eine öffentliche Aufgabe. "Die BürgerInnen haben ein recht darauf und die öffentliche Hand muss dies sicherstellen. Dazu zählen neben den Ärzten in den Gemeinden auch das Krankenhaus Zams", unterstreicht der Dorfchef.

Nach wie vor herrscht Kassenärztemangel

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