Protestaktion am Landhausplatz
Unabhängige Prüfung der Naturgefahren im Kaunertal gefordert
- Protestaktion am Landhausplatz in Innsbruck: Betroffene fordern unabhängige Prüfung der Naturgefahren im Kaunertal.
- Foto: Jan Hetfleisch
- hochgeladen von Othmar Kolp
Der Kraftwerksbetrieb und Klimakrise verstärken laut dem WWF Österreich und dem Verein "Lebenswertes Kaunertal" die Naturgefahren im Kaunertal. Das Festhalten der TIWAG an den überalterten Plänen sei daher völlig unverantwortlich. Landeshauptmann Mattle dürfe die Sicherheitsfragen nicht an die UVP auslagern.
KAUNERTAL, INNSBRUCK. Mit einer Protestaktion am Innsbrucker Landhausplatz machten am 16. Jänner Betroffene rund um den Verein "Lebenswertes Kaunertal" mit Unterstützung der Naturschutzorganisation WWF Österreich auf die steigenden Naturgefahren um den Gepatsch-Stausee im Kaunertal aufmerksam – MeinBezirk.at berichtete.
- Der Gepatschspeicher im Kaunertal: Die TIWAG plant den Ausbau zu einem Pumpspeicherkraftwerk.
- Foto: Carolin Siegele
- hochgeladen von Othmar Kolp
Projekt stoppen und unabhängige Fachleute-Kommission
"Wir beobachten seit Jahren, dass es zu immer stärkeren Hangrutschungen kommt. Dennoch treiben Land und TIWAG den überdimensionierten Ausbau zur Kraftwerksgruppe weiter voran. Unsere Sicherheitsbedenken stoßen dabei auf taube Ohren",
kritisiert Anita Hofmann, Obfrau des Vereins "Lebenswertes Kaunertal".
Wir wenden uns heute direkt an Landeshauptmann Anton Mattle. Es liegt in Ihrer Verantwortung, dass wir im Kaunertal in Sicherheit leben können."
Der WWF und der Verein "Lebenswertes Kaunertal" fordern daher den Landeshauptmann auf, das Bauprojekt zu stoppen und eine unabhängige Fachleute-Kommission mit der umfassenden Überprüfung der Gefahrenlage im Kaunertal zu beauftragen. Diese muss neben der Geologie auch die Klimakrise und die tauenden Permafrostböden berücksichtigen.
- Protestaktion am Landhausplatz in Innsbruck: Betroffene fordern unabhängige Prüfung der Naturgefahren im Kaunertal.
- Foto: Jan Hetfleisch
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Sicherheitsfragen nicht an UVP auslagern
Die Hänge rund um den Gepatsch-Stausee werden bereits jetzt aufgrund des Kraftwerksbetriebs und der Klimakrise immer instabiler. Mit den klimabedingt zunehmenden Extremwetterereignissen wird sich die Situation in dem Gebiet noch weiter verschärfen.
"Die TIWAG handelt völlig unverantwortlich, indem sie ihr überholtes Projekt weiter durchboxen will. Vor den zunehmenden Folgen der Klimakrise kann die Landesregierung den Kopf nicht in den Sand stecken. Landeshauptmann Mattle darf die akuten Sicherheitsfragen im Kaunertal nicht in eine UVP für einen Megaausbau auslagern",
warnt WWF-Gewässerschutzexpertin Bettina Urbanek unter Verweis auf zwei geologische Gutachten.
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