Edelbrennerei Maass präsentiert Neuheit
Vom Feld in die Destillerie – "Fissky" aus der Fisser Imperialgerste – mit VIDEO

Stolz präsentierte Gerhard Maass (mitte) umrundet von seinen Unterstützern den Tiroler Whiskey.
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  • Stolz präsentierte Gerhard Maass (mitte) umrundet von seinen Unterstützern den Tiroler Whiskey.
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FISS/PRUTZ (sica). Der Tiroler Single Malt Whiskey mit Fisser Wurzeln ist das neue Produkt der Edelbrennerei Maass aus Prutz. Passend zum Abschluss der Sommersaison und zum Genussherbst wurde am Donnerstag, 17. Oktober in festlichem Ambiente auf der Möseralm präsentiert und verkostet.

Von der Idee bis ins Glas

Dieser Weg dauerte um die sieben Jahre, erzählt Gerhard Maass. Zusammen mit seinem Sohn Matthias freut er sich jetzt umso mehr, endlich ihr einzigartiges Produkt vorzustellen. Bei einem belanglosen Gespräch kam man auf die Idee, diese wurde ehrgeizig verfolgt und der "Fissky" war geboren. Mittlerweile lag ihr Projekt sechs Jahre im Fass und ist damit auf alle Fälle trinkreif, wie Matthias Maass erklärt. "Wenn ein Whiskey nach fünf Jahren nichts ist, wird er auch in zwanzig nichts sein.", schmunzelt er. 

Vor Verkauf bereits preisgekrönt

Schon vor ihr "Fissky" in den Vertrieb ging, wurde er mehrfach prämiert. Als "Gerste Holzfass" (Whiskey unter drei Jahren Lagerung) wurde er mit Doppelgold und als Sortensieger ausgezeichnet. Als noch relativ junger Whiskey, mit drei Jahren Lagerung, erreichte er top Platzierungen bei internationalen Bewertungen.
Mit den Bergbahnen als offizieller Partner für die Präsentation und den Vertrieb soll ihr Produkt jetzt vermarktet werden. In Zukunft gibt es die Fisser Gerste in Spirituosenform bei den Bergbahnen Serfaus-Fiss-Ladis, im Direktverkauf in der eigenen Brennerei, bei Grissemann, Getränke Wille und Delikatessen Plangger. Weitere Verkaufswege werden zurzeit nicht angestrebt, da nur eine limitierte Menge des flüssigen Goldes vorhanden ist. 

Unterwegs in aller Welt und doch in Fiss daheim

Um die Fisser Imperialgerste besser vorzustellen, wurde ein fast schon "Verwandter" der Getreideart um Hilfe gebeten. Herbert Röck aus Fiss wuchs sozusagen mit der Gerste auf, sein Vater probierte sich um 1930 ungefähr zehn Jahre lang am Anbau, bis es funktionierte. Aus alten, verbrauchten Ähren wollte er für die Bauern am Plateau etwas Neues züchten und bis heute ist das Getreide in vielen Bereichen in Verwendung. Die robuste Sorte ließ sich bereits im März anbauen und zu Spitzenzeiten wurden 28.000 Kilogramm mit der Seilbahn von Fiss nach Ried für den Transport ins Lagerhaus geliefert. In den 50er Jahren bekamen die Bauern ein Schreiben, dass die genug Gerste eingelagert sei und sie erhielten stattdessen eine bayrische Getreideart für den Anbau. Einige hielten trotzdem an der Fisser Imperial Gerste fest, so auch Engelbert Krismer bis 1985.
Auf die Frage hin, warum die Sorte in Vergessenheit geraten sei, entgegnete Röck rasch:"Nur in Fiss! Im Unterland oder in Oberösterreich wurde immer Gerste angebaut. Sogar in Amerika und Nepal wächst unser Getreide!" Die Fisser exportierten in alle Welt, entweder wurde Bekannten etwas mitgegeben, oder in einzelnen Fällen wurde sogar in Fiss abgeholt. Nach dem zweiten Weltkrieg kam sogar einmal ein französischer Offizier eigens wegen 50 Kilogramm Gerste aufs Sonnenplateau. "Und warum? Weil er während dem Krieg meinem Vater beim Anbau geholfen hat!", schildert Herbert Röck.

Die Fisser Imperialgerste im Charakterportrait

Weshalb wollte Karl Röck damals gerade die Gerste in Fiss? Neben dem Geschmack und dem hohen Eiweißgehalt, war sie auch bestens als Nutzpflanze zu gebrauchen. Durch die erstaunliche Höhe im Laufe des Wachstums war der Strohertrag sehr hoch. Damit wurde die Fisser Imperialgerste für die Bauern zur Nahrung für den Mensch und zum Bett für sein Tier.
Für den "Fissky" bringt der hohe Eiweißgehalt eine gewisse technische Schwierigkeit mit sich. Der Geschmack hingegen ist alles andere als schwierig - der sechs Jahre alte Whiskey besticht mit seiner fruchtigen, milden Note. "Einfach war es nicht, aber die Arbeit hat sich auf alle Fälle gelohnt.", bezeugt der junge "Fissky" Brenner Matthias.

Regionale Produkte voll im Trend

Die Fisser Imperial Gerste ist bereits in der Gerstlsuppe und einem Bier aus dem Getreide voll im Einsatz. Jetzt kommt noch der "Fissky" dazu und der wird neben den "Fisser Goggala" als regional Produkt verkauft. Regionalität ist in aller Munde - jedenfalls war es beim Buffet der "Fissky" Präsentation so. Mit Speisen aus rein heimischen Produkten unterstütze die Firma Grissemann die Veranstalter und die Gäste freuten sich. Bei der Auswahl der Getränke-Partner wurde ebenfalls auf Regionalität gesetzt: Eine Weinverkostung organisierte die Firma Morandell und für genügend Bier Nachschub sorgte die Firma Getränke Wille. Somit stand einem gelungenen Event, auf welches gerne zurückgeblickt wird, nichts mehr im Wege.

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