,Sieben Tage habe ich kein einziges Mal Deutsch gesprochen‘

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Wer in Frankreich zu einem Einheimischen "Please Foto" sagt, wird oft nur Achselzucken ernten, den Franzosen sagt man ja eine gehörige Portion Chauvinismus nach. Aber zu seinen Fotos ist er gekommen, der Eisenerzer Heimo Katzbauer. Seiner höflichen Bitte, zwar auf Englisch, ihn auf seiner Fahrt mit dem Einrad entlang des Canal du Midi mit seinem Mobiltelefon zu fotografieren, wurde gerne entsprochen.

400 Kilometer in vier Tagen

Daher kann er sein Radabenteuer quer durch Frankreich auch mit den entsprechenden Bildern dokumentieren und beweisen, dass er in vier Etappen an die 400 Kilometer auf dem Sattel seines Einrades zurückgelegt hat. Sofern er nicht zu Fuß gegangen ist. Denn täglich zwölf Stunden war er unterwegs, von sechs Uhr früh bis 18 Uhr am Abend, im Rhythmus von einer Stunde Radfahren, unterbrochen von einer Viertelstunde Gehen. "Ich habe keine Stopps gemacht, um irgendwo einzukehren, ich habe mich mit Schokolade und meiner Trinkflasche begnügt.

Shrimps statt Pute

Freilich, am jeweiligen Etappenort ist er schon ist Gasthaus, besser gesagt in eine Brasserie gegangen, um etwas Handfestes zu essen. "Aber auch da habe ich Hände und Füße gebraucht, um verständlich zu machen, was ich will", erzählt Katzbauer. Da ist es schon einmal passiert, dass sich der vermeintliche Salat mit Putenstreifen als einer mit Shrimps entpuppt hat.

Kreuz und quer
Wie hat der 53 Jahre alte Einradfahrer seine "Tour de France" angelegt? Ursprünglich wollte er vom Mittelmeer in Richtung Atlantik nach Toulouse fahren. Doch Wind und Wetter ließen ihn seine Pläne ändern. Ausgehend von Narbonne radelte er einmal nach Westen nach Carcasonne, dann ging's per Autostopp Richtung Osten wieder zurück nach Narbonne. Den angestrebten Zielpunkt Bordeaux konnte Katzbauer nicht erreichen: "Da gab's keinen Radweg, mit dem Einrad auf der Hauptstraße war es mir zu gefährlich, daher war meine Fahrt in Langon an der Garonne – rund 50 Kilometer vor Bordeaux – zu Ende."

Einsamkeit und Sprachbarriere

Die Kraft war für Heimo Katzbauer, der seit Dezember des Vorjahres intensiv trainiert hat, nicht das Problem. Vielmehr die Einsamkeit und die Sprachbarriere: "Ich habe sieben Tage kein einziges Mal Deutsch gesprochen." Zum Canal du Midi will er zurückkehren: Mit dem "richtigen" Fahrrad und in Begleitung seiner Gattin Andrea und Tochter Serena.

Autor:

Wolfgang Gaube aus Leoben

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