Auf den Spuren einer Stadt: Ausstellung Le(o)bensbilder | Le(o)bensspuren

,Leoben-Liebhaberinnen‘: Künstlerin Andrea Radinger-Reisner (l.) und Museumsleiterin und Kuratorin Susanne Leitner-Böchzelt.
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  • ,Leoben-Liebhaberinnen‘: Künstlerin Andrea Radinger-Reisner (l.) und Museumsleiterin und Kuratorin Susanne Leitner-Böchzelt.
  • Foto: Gaube
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LEOBEN. Verteilt in der gesamten Stadt, sind in den vergangenen Wochen bereits rätselhafte Objekte entdeckt worden (wir berichteten). Was genau es damit auf sich hat, war ein Geheimnis – bis jetzt! Kommenden Samstag, am 5. Mai, eröffnet in der Kunsthalle die Ausstellung "Le(o)bensbilder| Le(o)bensspuren. Erlebe die Biografie (d)einer Stadt!". Dabei dreht sich dieses Mal alles um die Stadt, ihre Identität und ihre Menschen. 

Geschichten anstatt Geschichte

Wer sich aber Geschichte im herkömmlichen Sinne erwartet, eine Aneinanderreihung geschichtlicher Daten und Fakten, der irrt: "Die Ausstellung ist bewusst keine Chronologie. Sie zeigt Schlaglichter der Stadt, besondere Ereignisse und Leute, die hier Spuren hinterlassen haben", erklärt Susanne Leitner-Böchzelt, Museumsleiterin und Kuratorin der Ausstellung. Im Fokus stehen die Geschichten der Menschen, die die Stadt zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Geschichten, die erzählen, wie die Menschen gelebt haben, welche Kleidung sie getragen haben und wie sich die Stadt verändert hat – präsentiert anhand zahlreicher Objekte und zeithistorischer Dokumente wie Zeitungen, Fotos oder Filme.

Besondere Konzeption

Eine weitere Besonderheit der Ausstellung: Sie ist interaktiv gestaltet und wird dadurch zu einem echten Erlebnis – für Klein und Groß. So gibt es zum Beispiel eine ,Riechstation‘, ein Quiz à la "Wer wird Millionär?", es werden verschiedene Filme gezeigt, die in engem Zusammenhang mit der Stadt stehen und ein Hologramm sowie Tablets bieten zusätzliche Informationen. Die Besucher sollen so zum aktiven Mitmachen, aber auch zum Nachdenken angeregt werden und miteinander ins Gespräch kommen. 

Veränderte Blickwinkel

Neben den zahlreichen Objekten und zeithistorischen Dokumenten, werden auch Kunstwerke zu sehen sein. "Besonders wichtig war es uns dabei, verschiedene Eindrücke und Blickwinkel zu präsentieren", erklärt die Leobener Künstlerin Andrea Radinger-Reisner, die für die Organisation der künstlerischen Aspekte verantwortlich zeichnet. Nicht nur Künstler aus Leoben waren daher eingeladen, ihre Werke zu präsentieren, sondern auch jene Kunstschaffenden, die ihren – oftmals auch kritischen – Blick auf die Stadt darstellen wollen. So zeigt die Ausstellung eine Vielfalt an Kunst nicht nur aus, sondern auch über Leoben.

Bewusstsein schaffen

Wer daran interessiert ist, wie sich das Aussehen der Stadt verändert hat, wann es die erste Straßenbeleuchtung gab, was eine Bürgerwohnung einst von einer Arbeiterwohnung unterschieden hat, ab wann es die erste Bahnstrecke nach Leoben gab und vieles mehr, der wird in dieser Ausstellung die Antworten finden.
Der Blick der Ausstellung richtet sich aber nicht nur auf die Vergangenheit: Der Bogen spannt sich vom Leben damals, inklusive originaler Aufnahmen von kaiserlichen Besuchen aus dem Jahr 1883, bis zum Leben heute – präsentiert unter anderem durch (Sport-)Vereine, Freiwillige Feuerwehren oder Kunstwerke. "Mit dieser Ausstellung wollen wir wieder ein Bewusstsein für die Stadt Leoben schaffen – für eine Stadt, die absolut schön ist", betont Susanne Leitner-Böchzelt. 

Informationen zur Ausstellung

Die Ausstellung "Le(o)bensbilder| Le(o)bensspuren. Erlebe die Biografie (d)einer Stadt!" kann von 5. Mai bis 30. September in der Kunsthalle Leoben, Kirchgasse 6, besucht werden. Öffnungszeiten sind Montag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr.
Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 03842/4062-408 oder per E-Mail an kunsthalle@leoben.at.

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